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Bayern-Monitor
18.12.2021

Jeder Zweite in Bayern ist unzufrieden mit Markus Söder

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Parteivorsitzende Markus Söder bei einer Pressekonferenz in München.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Exklusiv Seit Amtsantritt stellten die Menschen im Freistaat Ministerpräsident Markus Söder nie ein schlechteres Zeugnis aus als aktuell. Die CSU verbessert sich leicht.

Markus Söder befindet sich weiter im Umfragetief: Die Unzufriedenheit mit der Arbeit des Ministerpräsidenten wächst. Die Hälfte der Bayerinnen und Bayern stellt Söder ein schlechtes Zeugnis aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich die politische Stimmung im Freistaat untersucht. Seit Amtsantritt (März 2018) waren nie mehr Menschen unzufrieden mit Söders Wirken als derzeit. Im Vergleich zum Vormonat ist der Anteil der Unzufriedenen im Freistaat um weitere vier Prozentpunkte gestiegen.

Mehr als jede und jeder Dritte gibt an, "sehr unzufrieden" mit Söders Job als Ministerpräsident zu sein. Lediglich 40 Prozent bewerten die Arbeit ihres Landeschefs positiv. Zehn Prozent der Befragten sind unentschlossen.

 

Die CSU kann sich laut Umfrage leicht verbessern

Den Abwärtstrend stoppen kann laut Umfrage derweil die CSU: Wäre am Sonntag Landtagswahl im Freistaat, würden 35 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz bei der Partei von Markus Söder machen. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die CSU damit zwei Prozentpunkte. Von der absoluten Mehrheit sind die Christsozialen damit freilich weit entfernt, Wahlergebnisse in solchen Bereichen erwartet Söder jedoch auch nicht mehr, wie er während seines Auftritts bei "Augsburger Allgemeine Live" sagte.

 

Zweistärkste Kraft in Bayern bleiben die Grünen. Sie könnten 18 Prozent der Stimmen auf sich vereinen und ihr Ergebnis aus dem Vormonat damit halten. Leicht verbessern kann sich hingegen die SPD. Die Sozialdemokraten kämen laut Umfrage auf 15 Prozent (plus ein Prozentpunkt). Weiterhin zweistellig wären die Freien Wähler. Sie liegen aktuell bei zehn Prozent und büßen im Vergleich zum November einen Prozentpunkt ein.

AfD in Bayern liegt weiterhin nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde

Die FDP bliebe unverändert bei neun Prozent. Weiter im Tief steckt die AfD: Nachdem sie zuletzt deutliche Verluste hatte hinnehmen müssen, konnte sie sich nun bei sechs Prozent einpendeln. Wäre am Sonntag Landtagswahl, müsste die AfD also um den Einzug in den bayerischen Landtag zittern. Unverändert und damit weiterhin nicht Teil des Landtags wäre die Linke. Sie steht laut Umfrage bei drei Prozent.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die erste Frage wurden im Zeitraum vom 19.11.2021 bis 17.12.2021 die Antworten von 5033 Teilnehmenden aus Bayern berücksichtigt, für die zweite Frage im Zeitraum vom 3.12.2021 bis 17.12.2021 die Antworten von 3003 Teilnehmenden aus Bayern. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent für die erste und 3,1 Prozent für die zweite Frage.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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20.12.2021

Ich würde nie die CSU wählen, aber Markus Söder tut man unrecht. Er hat 2020 beherzt eingegriffen, als es um unser aller Gesundheit ging. Er war einer der Ministerpräsidenten, die das Virus sehr früh ernst genommen haben. Leider ist er im September diesen Jahres vom Pfad der Vorsicht und Umsicht abgewichen – auf der einen Seite verständlich, weil Wahlkampf war, auf der anderen Seite eine gute Basis für das Virus, sich weiterzuverbreiten. Hätte es bereits im August und September 2G-Regelungen gegeben, um den Druck auf Impfunentschlossene zu erhöhen, hätten sich sicher mehr Menschen frühzeitig impfen lassen, statt nun stundenlang die Impfzentren zu belagern oder gar die Intensivstationen zu überlasten. Wer gesund geblieben ist, mag heute die Maßnahmen als "unsinnig" kritisieren, wen es erwischt hat, der hätte sich vielleicht strikteres Vorgehen gewünscht. Und die Todesopfer kann man leider nicht mehr fragen.
Silvesterraketen dürften in den nächsten Monaten jedenfalls unser geringstes Problem sein.

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19.12.2021

Als Nicht-CSU-Wähler möchte ich Markus Söder in Schutz nehmen. Gegen Corona kämpfte er ohne Rücksicht auf eigene Verluste um
Menschenleben vor dieser schrecklichen Pandemie zu bewahren. Natürlich kommt er damit bei den irrlichternden Coronaleugnern,
Querdenkern und gewaltbereiten Rechtsradikalen nicht an. Schon deshalb muss er den Respekt von uns Geimpften, Vernünftigen haben.

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18.12.2021

Da kann man doch nur sagen: Hurra! Die Mehrheit ist gesichert.
Jede*r 2te = 50%.

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18.12.2021

Wen wundert es? Und die Begründung "warum" ist wohl ziemlich einfach. Erstens: es gibt sicherlich mehrere Gründe. Zweitens: der Hauptgrund liegt sicherlich in der unheimlich stringenten, wegsperrerischen, unsinnigen Corona-Politik. 20%-30% der Antimaßnahmen mögen ja noch einleuchten, aber die restlichen, und das wurde hier schon 100e Male angeprangert werden ihm das Genick brechen (natürlich im übertragenen Sinne).

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18.12.2021

Ich gehöre auch dazu. Wegen den vielen sinnlosen Beschränkungen und reiner Symbolpolitik. U. a. versaut man nun zum 2. Mal den Familien das Feuerwerk zu Sylvester. Das Kind soll den ganzen Tag in der Schule Maske tragen (die Kinder, die das nicht machen haben mit keiner Konsequenz zu rechnen, jedenfalls nicht in unserer Schule), aber vor der Haustüre dürfen wir keine Rakete abschießen. Typische Gutsherrenpolitik der CSU.

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18.12.2021

Das Verbot des Sylvesterfeuerwerks ist wahrlich das geringste Problem dieses Landes.

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18.12.2021

Also dann. Warum? Eine weitere sinnlose Maßnahme.

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18.12.2021

Ich habe mich rechtzeitig im Großmarkt mit Feuerwerkskörpern eingedeckt. Bei uns ist das Silvesterfeuerwerk gesichert.

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18.12.2021

Ihr Kommentar ist leider einem nicht geringeren Teil der Gesellschaft zuzuordnen. Der Teil hat ein Bildungsniveau, dass unserem Bayern nicht würdig ist.
Das Thema Feuerwerk ist dabei die Spitze der...!

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19.12.2021

Ich verstehe nicht wie man das sinnbefreite Rumgeballere ernsthaft über den Schutz von Menschenleben und Gesundheit stellen kann.
Aber gut, ist wohl ein ähnliches Thema wie das Tempolimit auf BAB‘s. Für manchen - nicht sie persönlich - ist es schon ein Eingriff in die persönlichen Freiheitsrechte, wenn man sich nicht immer und überall aufführen kann wie Graf Rotz.

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18.12.2021

Was ich ihm übel nehme, ist die Zeit zwischen 27.09. und Ende Oktober, als er einfach mal nichts gemacht hat, um die Pandemie zu bekämpfen, obwohl die Zahlen schon gestiegen sind. Das kreide ich ihm persönlich an.

Ich denke mal, es war auch nur ein dummer Zufall, dass bis zum 27.10. das Volksbegehren zur Abwahl des Bayerischen Landtags lief. Ich würde ihm auch nie unterstellen, dass seine politische Karriere ihm wichtiger war als die Gesundheit seines Volkes.

Aber es war einfach eine vergeudete Zeit. Es wäre einiges anders verlaufen, hätte man die Zügel viel früher fester angezogen.

In diesem Sinne

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