Ein Prozentpunkt Verlust für CSU und Freie Wähler, aber auch für die AfD: Sowohl die beiden Regierungsparteien als auch die größte Oppositionspartei im Freistaat müssen im März Einbußen hinnehmen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich untersucht, wen die Menschen in Bayern wählen würden, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. Demnach geht es für CSU und Freie Wähler erstmals in diesem Jahr wieder leicht bergab, während bei der AfD der Trend der vergangenen Monate weiter anhält. Umfragegewinner im März ist vor allem das BSW – sowie Ministerpräsident Markus Söder selbst, mit dessen Arbeit die Befragten etwas zufriedener sind als im Vormonat.
So geben aktuell 21 Prozent an, „sehr zufrieden“ mit der Arbeit Söders zu sein, im Februar waren es noch 19 Prozent. Im Gegenzug ist der Anteil derer, die lediglich „eher zufrieden“ sind, von 24 auf 22 Prozent geschrumpft. Das Lager der „eher“ und „sehr“ Unzufriedenen macht weiterhin insgesamt 46 Prozent der Befragten aus, elf Prozent sind unentschieden. Bereits in den Vormonaten hatte es einen Aufwärtstrend für Söders Regierung gegeben.
Sonntagsfrage in Bayern: BSW gewinnt überraschend deutlich
So waren CSU und Freie Wähler von bemerkenswert niedrigen 37 respektive zehn Prozent zum Jahresende wieder auf 40 sowie zwölf Prozent im Februar geklettert. Die geringen Verluste im März bedeuten nun, dass sie noch bei 39 respektive elf Prozent der Wählerstimmen stehen. Etwas anders sind die Einbußen bei der AfD einzuordnen: Die stand im Dezember noch bei 21 Prozent und verliert seither kontinuierlich, die jüngsten Zahlen bedeuten einen Verlust von fast einem Fünftel aller Sympathisanten in Bayern in nur drei Monaten.
Mit jeweils einem zugewonnenen Prozentpunkt stehen indes die Grünen aktuell bei zwölf und die SPD bei acht Prozent. Den größten Zugewinn verzeichnet das Bündnis Sahra Wagenknecht, dessen Zustimmung sich verdreifacht. Bei einem vorherigen Wert von lediglich einem Prozent würde man mit nun drei Prozent allerdings weiter den Einzug in den Landtag verpassen, auch wenn das BSW aktuell wieder gleichauf mit den Linken liegt, von denen man sich einst abgespalten hatte. Ebenfalls den Einzug in den Landtag verpassen würde die FDP, die unverändert zwei Prozent der Stimmen erhalten würde.
Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die Frage „Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?" wurden im Zeitraum vom 26.2.2026 bis 12.3.2026 die Antworten von 5000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Für die Frage „Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder?" wurden im Zeitraum vom 12.2.2026 bis 11.3.2026 die Antworten von 5000 bevölkerungsrepräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus Bayern berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,6 bzw. 2,5 Prozent.
Das ist unser Bayern-Monitor
Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.
Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.
Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:
- Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl in Bayern wäre?
- Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Ministerpräsident Söder?
- Welches dieser Themen ist Ihnen gegenwärtig besonders wichtig?
- Wie sicher fühlen Sie sich in Bayern?
Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.
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