1. Startseite
  2. Specials Redaktion
  3. capito
  4. Umwelt
  5. So ist Weihnachten umweltfreundlicher

Capito

16.12.2020

So ist Weihnachten umweltfreundlicher

An Weihnachten fällt viel Verpackungsmüll an. Hier erfährst du, wie du Weihnachten umweltfreundlicher machen kannst.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Dickes Geschenkpapier, Plastikspielzeug, Kunststoffschleifen - solche Dinge befinden sich unter vielen Christbäumen. Hier nennen Experten bessere Lösungen.

An Weihnachten gibt’s Geschenke - und häufig sind die eingepackt. Für die Umwelt ist das nicht so gut, weil dadurch Verpackungsmüll entsteht. "Natürlich macht es Freude, Geschenke auszupacken und sich überraschen zu lassen. Allerdings entsteht dadurch viel unnötiger Abfall, der sich nur schwer recyceln lässt", sagt Stefanie Bernhardt vom Landesbund für Vogelschutz. Vielen Menschen sei beim Anblick der bunten Geschenkpapiere mit glänzenden Mustern nicht bewusst, welche Folgen diese für die Umwelt haben.

Stefanie Bernhardt erklärt: Bei der Herstellung dieser Geschenkpapiere werden teilweise künstliche Farbstoffe verwendet, die umweltschädlich sind. "Das führt spätestens beim Recyclingprozess zu großen Problemen: Beim Auswaschen der Farben bleibt ein giftiger Farbschlamm übrig, der oft nur als Sondermüll entsorgt werden kann", sagt Stefanie Bernhardt. Es gebe eine Faustregel: Je aufwendiger und schwerer ein Geschenkpapier, desto umweltschädlicher ist es auch.

Stefanie Bernhardt gibt dir hier fünf Tipps, wie du Geschenke umweltfreundlich verpacken kannst:

  • Tipp 1: Probier doch mal Recyclinggeschenkpapiere, umweltfreundliches Packpapier oder einen Karton aus. Diese können fantasievoll bemalt oder liebevoll dekoriert werden. Außerdem eignen sich alte Zeitschriften, Zeitungen oder Kalenderseiten, aber auch Comics, Stadtpläne, Veranstaltungsplakate und Notenblätter als Geschenkverpackung.
  • Tipp 2: Ideal sind auch Verpackungen, die jedes Jahr wiederverwendet werden können. Denn so fällt kein neuer Müll an. Zum Beispiel verzierte Geschenkkisten, auch Blechdosen. Marmeladen- und Einmachgläser eignen sich besonders für das Verschenken von Lebensmitteln, Süßigkeiten oder Gutscheinen. Eine weitere Variante sind selbst genähte Stoffbeutel. Sie können nach Weihnachten als Obst- und Gemüsebeutel oder erneut als Geschenkverpackung genutzt werden.
  • Tipp 3: Eine sehr schöne Verpackungsmöglichkeit bietet auch eine Falttechnik aus Japan namens "Furoshiki". Hier werden Geschenke kunstvoll in Tücher verpackt. Dafür finden sich online zahlreiche Anleitungen. Die Verpackung in neue Stoffe ist allerdings nur dann nachhaltig, wenn die Stoffe im Alltag oder als Verpackung erneut genutzt werden. Umweltfreundlicher ist es, Stoffreste oder ausrangierte Kleidungsstücke zu verwenden.
  • Tipp 4: Auch Geschenkschleifen bestehen oft aus Kunststoffen. Sie sollten deswegen besser aus Stoff oder Bastfaser sein. Nach Gebrauch müssen sie nicht unbedingt entsorgt, sondern können sanft aufgebügelt und im Folgejahr wieder benutzt werden. Schnüre aus Naturfasern sind eine nachhaltige Alternative für Klebestreifen aus Plastik. Zapfen, Zweige, getrocknete Blätter, Nüsse oder andere Naturmaterialien sorgen für einen zusätzlichen Hauch Weihnacht am Geschenk. Beim nächsten Spaziergang kann man bereits die Augen offenhalten und geeignete, natürliche Deko sammeln.
  • Tipp 5: Es muss ja nicht immer etwas Verpacktes sein. Eine besonders schöne Alternative ist zum Beispiel auch, Zeit füreinander zu verschenken. Am Ende eines Jahres beklagen sich nämlich nicht wenige darüber, keine Zeit für die Liebsten zu haben. Eine weitere Möglichkeit ist auch ein Geschenk für einen guten Zweck und die Freude daran, etwas Gutes getan zu haben. Eine Spende etwa. (pm, lea)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie du beim Spielzeugkauf auch auf die Umwelt achten kannst

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.