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Lehrstellenoffensive

04.05.2016

Ihm fällt es nicht schwer, in der Nacht in der Backstube zu stehen

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2 Bilder
<p>ARCHIV - Eine angehende Konditorin schneidet am 09.01.2012 in einer Küche in Frankfurt am Main (Hessen) einen Kuchenboden durch. Foto: Emily Wabitsch/dpa (zu dpa "Problemzonen und Hoffnungsschimmer: Gemischte Ausbildungsbilanz 2016" vom 26.04.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++</p>
Bild: Emily Wabitsch, dpa

Als Bäcker wollen nicht mehr viele arbeiten. Fabian Stegmayer schon. Uns hat erzählt, was ihn an dem Beruf fasziniert und warum das frühe Aufstehen für ihn kein Problem ist.

In Bäckerbetrieben herrscht Nachwuchsmangel. Wir fragten im Rahmen der Lehrstellenoffensive unserer Zeitung, einer gemeinsamen Aktion mit der Handwerkskammer für Schwaben, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben sowie den Arbeitsagenturen der Region, einen jungen Mann, warum er sich für diesen Handwerksberuf entschieden hat. Der 21-jährige Fabian Stegmayer ist Bäckergeselle bei der Vollwertbäckerei Schneider in Neusäß bei Augsburg.

Herr Stegmayer, warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?

Fabian Stegmayer: Mein Vater hat auch Bäcker gelernt. Er hat mich in der achten Klasse zu einem Praktikum gebracht. Von klein auf hat er bereits mit mir gebacken. Und während des Praktikums war mir sofort klar, dass ich Bäcker werden möchte. Das ging recht schnell.

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Was fasziniert Sie an diesem Beruf?

Stegmayer: Bäcker ist ein abwechslungsreicher Beruf. Ich kann viele verschiedene Produkte herstellen, jeder Tag ist anders. Ich kann zuschauen, wie eine Ware wächst, bis ein Kunde später ein gutes Lebensmittel in der Hand hält.

Bäckergeselle: "Das frühe Aufstehen ist Gewöhnungssache"

Aber hat der Beruf nicht auch einige Nachteile wie das frühe Aufstehen?

Stegmayer: Ich sehe eigentlich nichts Schlechtes an meinem Beruf. Es ist ein super Beruf und natürlich hat jeder Job auch Nachteile. Das frühe Aufstehen ist, denke ich, eine Gewöhnungssache. Die einen schaffen das schneller, bei den anderen dauert es dagegen etwas länger.

Sie machen demnächst Ihren Meister. Was ist der Grund für diesen Schritt?

Stegmayer: Es ist mein persönlicher Anreiz, ich möchte den Meister unbedingt machen. Und ich möchte den Menschen zeigen, dass Bäcker ein toller Beruf ist. Viele haben mir in der Lehre gesagt, dass ich das nur mache, weil ich nichts anderes kann, genau denen möchte ich zeigen, dass das nicht stimmt. Auch im Bäcker-Handwerk gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Ich mache meinen Meister neben der Arbeit innerhalb von etwa einem Jahr.

Am liebsten backt Stegmayer Brot

Was backen Sie am liebsten?

Stegmayer: Am liebsten backe ich Brot. Der Duft aus dem Ofen, wenn das Brot gebacken ist, ist wunderbar. Ich backe auch zu Hause viel. Ich mache das einfach gerne. Es ist ein Hobby, das ich gerne mit meinen Freunden und meiner Familie teile. Die sagen mir zum Beispiel auch, was ich noch verbessern kann.

Haben Sie für junge Menschen einen Rat, die sich für eine Ausbildung entscheiden?

Stegmayer: Die Jugendlichen sollen in sich gehen und überlegen, ob sie den ausgewählten Beruf wirklich längere Zeit machen möchten. Sie sollten sich fragen, mache ich das jetzt zu 100 Prozent oder ist das eine Notlösung.

Interview: Felicitas Macketanz

Hürden sind dazu da, überwunden zu werden. Das gilt gerade auch beim Berufseinstieg. Mit der Lehrstellenoffensive unserer Zeitung wollen wir junge Menschen auf dem Weg in den Beruf unterstützen. Es ist eine gemeinsame Aktion mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben, der Handwerkskammer für Schwaben sowie den Arbeitsagenturen der Region. Alle Informationen zur Lehrstellenoffensive gibt es unter www.leo-bayern.de.

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