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Leichte Sprache

22.04.2016

Eine Mutter hat ihre Tochter wohl viele Jahre gefangen gehalten

Beamte der Spurensicherung vor dem Haus in Rosenheim: Die Polizei hatte hier eine völlig verwahrloste, geistig behinderte Frau aus einer Wohnung befreit.
Bild: Sven Hoppe (dpa)

Die Polizei hat eine junge Frau befreit. Hat die Mutter sie eingesperrt?

Eine Frau konnte ihre Wohnung nicht mehr bezahlen.

Also kam die Polizei.

Das war in Rosenheim.

Rosenheim ist im Bundes-Land Bayern.

 

In der Wohnung hat die Polizei jemanden gefunden:

Die Tochter von der Frau.

Die junge Frau mit Behinderung war eingesperrt.

Sie war verwahrlost.

Das bedeutet:

Sie sah ungepflegt aus.

Und sie hatte keine saubere Kleidung an.

 

Die Polizei hat einen schlimmen Verdacht:

Die Mutter hat ihre Tochter in der Wohnung eingesperrt.

Und zwar seit einer sehr langen Zeit.

 

Die Polizei muss jetzt viel tun.

Sie muss heraus-finden, ob das stimmt.

 

Die Mutter kann dazu noch nichts sagen.

Sie sprang vom Treppenhaus in die Tiefe,

als die Polizei kam.

Sie ist verletzt und liegt im Kranken-Haus.

Die Nachbarn sagen:

Wir haben die Tochter nie gesehen.

 

In der Wohnung lebte auch der Bruder von der jungen Frau.

Er sagt: Meine Schwester war nicht eingesperrt.

Die Mutter hat sie nur ab und zu eingesperrt.

Weil die junge Frau manchmal gewalttätig war.

Das bedeutet: Sie hat gehauen und geschlagen.

 

Aber was stimmt jetzt?

Die Polizei und ein Gericht müssen das klären.

 

Nachrichten in Leichter Sprache

Vorlage für Leichte Sprache: Sascha Geldermann

Übersetzer/in: Kristina Wehner

Prüfer/in: Karin Brunner, Alexander Schorer,
Klaus Euringer, Sabine Kefer, Nadine Fottner

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