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Olympia: Zu viel Sex im Olympischen Dorf? Die Kondome waren vergriffen

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Zu viel Sex im Olympischen Dorf? Die Kondome waren vergriffen

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    Kondome sorgen bei Olympia immer für Gesprächsstoff – hier schon bei den Winterspielen von Vancouver 2010 zu sehen.
    Kondome sorgen bei Olympia immer für Gesprächsstoff – hier schon bei den Winterspielen von Vancouver 2010 zu sehen. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Es wird sich gekümmert. Das ist beruhigend. Keiner soll schließlich zu kurz kommen. Wäre aber auch schade, wenn der eine oder andere Olympiateilnehmer die freie Zeit in Norditalien nicht den eigenen Bedürfnissen entsprechend nutzen könnte.

    Olympische Spiele sind auch Orte der Begegnungen. Sommer wie Winter. Das Olympische Dorf wird zum großen Treffpunkt der Athleten aus aller Welt. Und offenbar scheint es häufig Sympathien füreinander zu geben, die über freundschaftliche Gespräche hinausgehen. Die also irgendwann in einem der schmalen Betten des Dorfes enden. Weil die Lust größer ist als die Zurückhaltung.

    Damit es in neun Monaten nicht übermäßig viele olympische Kinder gibt oder zeitnah irgendwelche Krankheiten weltweit verbreitet werden, sorgen die Organisatoren der Spiele vor. Sie verteilen Gratiskondome in den Dörfern. Vor zwei Jahren in Paris sollen es 300.000 Exemplare gewesen sein. Die geplante Anzahl in Mailand und Cortina d‘Ampezzo war deutlich kleiner. Womöglich war das IOC zu sparsam.

    Der Valentinstag fällt in die olympische Zeit

    Schon nach einer Woche waren die Exemplare im Olympischen Dorf von Cortina aufgebraucht. 10.000 Kondome waren bereitgelegen, sie waren schnell vergriffen. Offensichtlich hatten die Organisatoren nicht bedacht, dass der Valentinstag in die olympische Zeit gefallen ist. „Das Klischee ist, dass der Valentinstag im olympischen Dorf im vollen Gange ist“, sagte später IOC-Sprecher Mark Adams mit einem Augenzwinkern. Und er fügte an: „Es ist die Regel 62 der Olympischen Charta, dass es eine Kondomstory geben muss.“

    Kommen die Kondome überhaupt in der Biathlon-Enklave an?

    Die also gibt es auch in Norditalien, obwohl dort die Ausgangsbedingungen komplizierter sind. Die Spiele sind großflächig verteilt, die einzelnen Sportarten teilweise weit voneinander getrennt. In der Antholzer Enklave sind die Biathleten unter sich. Wobei ohnehin unsicher ist, ob die olympische Kondomlieferung überhaupt in diesem weit entfernten Tal ankommt. Falls nicht, kann die örtliche Apotheke weiterhelfen. Wenn Not und Langeweile groß sind. Kann passieren im überaus ruhigen Antholzer Tal.

    Andernorts aber geht das wilde Treiben offenbar weiter. Die Organisatoren jedenfalls sind gut beschäftigt, immer wieder nachzuliefern. Selbst der deutsche Sender RTL hatte die Idee, helfend einzugreifen und Kondome zu verteilen. Oder ist alles doch nur ein olympischer Mythos und die Kondome mit dem Olympialogo sind einfach nur ein beliebtes Mitbringsel? Wobei ein wenig Entspannung zwischen den Wettkämpfen nicht schaden kann. Wenn es folgenlos bleibt.

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