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Digitalisierung

06.09.2019

Diese Schulen aus der Region sind digitale Vorbilder

Surfen und lernen. Grundschulen werden digitaler.
Bild: Bernhard Weizenegger

Mit Klicks und Bytes durch die Grundschule: Drei Einrichtungen aus dem Kreis Augsburg entwickeln einen Plan für eine vernetzte Zukunft.

Die Kreide kreischt und kratzt auf der Schiefertafel, der Tageslichtprojektor brummt lautstark? Das war gestern. Drei Grundschulen aus dem Kreis Augsburg gehen als Vorbild voran: In Berlin präsentierten sie nun bei einem Netzwerktreffen ihr Konzept für die Digitalisierung an Schulen. „Über die Frage, wie viele Beamer und Tablets wir brauchen, sind wir schon längst hinaus“, sagt Ute Wiedemann, Direktorin der Grundschule Altenmünster. „Andere Schulen sind da noch nicht so weit.“

Wiedemanns Schule trägt den Titel „Referenzschule für Medienbildung“ und nimmt seit 2017 teil an der „Werkstatt Schulentwicklung.digital“. In diesem Projekt des Forums Bildung Digitalisierung arbeiten 25 Schulen in ganz Deutschland zusammen, acht Stiftungen unterstützen sie. Gemeinsam entwickeln sie digitale Bildungskonzepte. Doch was bedeutet das, guter Unterricht mit digitalen Mitteln?

2009 startete die Schule in Altenmünster das Digitalisierungsprojekt

Die Grundschule Altenmünster hat sich vernetzt – und zwar nicht nur im Internet. Sie bildet mit den Grundschulen Adelsried und Emersacker einen Verbund, eine vierte Grundschule und eine Mittelschule wollen demnächst hinzustoßen. 2009 startete die Schule in Altenmünster das erste Programm „Fit für die Welt mit Computer und Co“. Doch ein Mangel an Lehrern und die Herausforderung von Inklusion und Integration bremsten schnell das Digitalisierungsprojekt. Zu wenig Ressourcen, zu wenig Kompetenz. Deshalb vereinte die Schule ihre Kräfte mit zwei weiteren. Und dieses Netzwerk könnte sich modellhaft auf andere Schulgemeinschaften übertragen lassen.

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Es geht um die gemeinsame Ausstattung mit Hardware und Technik, aber auch um Lehrerfortbildungen und Aufklärung. Zur Unterstützung habe die Grundschule Altenmünster einen Diplom-Wirtschaftsingenieur ins Schulteam integriert, erzählt Wiedemann. Er hilft bei der Auswahl der Ausstattung und von der Installation bis zur Kontrolle:

Dokumentenkamera, interaktive Beamer, 50 Prozent der Schüler können im Unterricht mit Notebooks versorgt werden. Zur Digitalisierung gehört in diesem Konzept auch Aufklärung: Urheberrecht und Datenschutz können schon an der Grundschule Thema werden.

Die Schüler sollen lernen, selbstständig digital zu arbeiten

Als zweite Säule des Projekts erarbeiteten die drei Schulen den Baustein „Der digitale Schu(h)lkarton – auf digitalen Wegen zum selbstständigen Lernen“. Es geht um „spiralcurriculare Portfolioarbeit“. Das klingt kompliziert, soll aber in der Ausführung klar und einfach sein: Inhalte werden altersgerecht und mit digitaler Hilfe den Kindern nähergebracht. Schüler arbeiten dabei selbstständig und individuell und nutzen die Lernplattform „moodle“. „Digitale Medien sind dabei kein Selbstzweck, sondern sinnvolles Mittel für erfolgreiches Lernen“, sagt Wiedemann.

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