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Donauwörth

23.01.2019

Schüler werden zu Medienprofis

Wirtschaftsschule Donauwörth nimmt am Projekt "Zeitung in der Schule" (ZISCH) teil.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Die private Wirtschaftsschule Donauwörth nimmt an unserem Projekt "Zeitung in der Schule" (ZISCH) teil. Wie das bei den Schülern ankommt und was sie lernen.

Was nach entspanntem Zeitunglesen aussieht, ist heute an der privaten Wirtschaftsschule Donauwörth Unterricht. In kleinen Gruppen durchsuchen die Schüler der zehnten Klasse die Heimatausgabe ihrer Zeitung. "Wir suchen Artikel, die zur Karikatur auf der zweiten Seite passen", erklärt der 15-jährige Manuel.

Steht da noch irgendwo was zur Weltklimakonferenz? Zusammen mit seiner Klassenkameradin Andela schneidet er die passenden Artikel aus und klebt sie auf ein großes Plakat. "So lernen die Schüler, sich mit Themen auseinanderzusetzen und Dinge zu hinterfragen", meint Lehrerin Doris Glötzl. Und genau darum gehe es beim medienpädagogischen Projekt "Zeitung in der Schule" (ZISCH). Die Klasse der Donauwörther Schule ist eine von 780, die an dem Projekt unserer Zeitung teilnehmen.

"Zeitung in der Schule" (ZISCH) will Schüler zu echten Medienprofis machen

Ziel von ZISCH ist es, Schüler zu echten Medienprofis zu machen. Dabei erfahren sie zum Beispiel, wie eine Tageszeitung aufgebaut ist, welche verschiedenen Textgattungen es darin gibt oder wie man einen Kommentar von Werbung unterscheidet. Grundlage für den Unterricht ist die Heimatausgabe ihrer Zeitung, welche die Schüler vier Wochen lang kostenlos bekommen. Alle Projektteilnehmer bekommen außerdem einen kostenlosen Zugang zur Homepage der Zeitung und den Lehrern steht auch das e-Paper zur Verfügung. Begleitend dazu stellt das Medieninstitut Promedia Maassen Unterrichtsmaterialien im Internet.

Für die 16-jährige Merve ist die ZISCH-Stunde eine willkommene Abwechslung zum normalen Deutschunterricht. Zusammen mit ihrem Sitznachbarn Dimitri bespricht sie eine Karikatur zum Rüstungsgeschäft zwischen Deutschland und der Türkei. "Normalerweise hätte ich mich damit nicht beschäftig", sagt sie. Dennoch interessiere sie das Thema. Als Vorbereitung für die nächste Schulaufgabe stellen die Schüler die ausgewählten Karikaturen später der gesamten Klasse vor. Mit ihrem Thema habe sie es da leichter, meint die 17-jährige Sandra. Denn ihre Karikatur handelt von den aktuellen Jamaika-Sondierungsgesprächen. "Davon hört man ja gerade überall etwas", sagt Sandra. Da falle es nicht schwer, das Thema vor der Klasse vorzustellen.

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Lehrerin Doris Glötzl: ZISCH bringt die Schüler zum Nachdenken

Die Deutsch- und Religionslehrerin Doris Glötzl nimmt mit ihren Klassen schon seit Jahren am ZISCH-Projekt teil. Auch für die Lehrerin ist es eine willkommene Abwechslung. Eine Kollegin habe sie damals auf das Projekt aufmerksam gemacht. "ZISCH bringt die Schüler zum Nachdenken", erzählt Glötzl. "Wir beschäftigen uns durch die Zeitung mit den Dingen, die in der Welt passieren. Ich möchte, dass meine Schüler das Hinterfragen lernen."

Gerade in Zeiten von sogenannten "Fake-News", also Falschnachrichten, sei der richtige Umgang mit Medien und das Erkennen von Nachrichten besonders wichtig für die Schüler. Durch das Projekt erlernen sie das Einordnen von Nachrichten und den Umgang mit seriösen Medien. "Außerdem ist es eine gute Vorbereitung für die mündliche Erörterung, die bald ansteht", sagt Glötzl. Argumente gegeneinander aufwiegen und sich mit Themen ausführlich beschäftigen - da kann ein Blick in die Zeitung sicher nicht schaden.

Insgesamt nehmen im Schuljahr 2017/2018 knapp 30 000 Schüler aus der Grund- und Mittelstufe am ZISCH-Projekt unserer Zeitung teil. Abschluss des Projekts ist auch in diesem Jahr ein Fotowettbewerb, bei dem das kreativste Klassenfoto gesucht wird. Interessierte Lehrer können sich das ganze Jahr über anmelden. Für sie werden außerdem spezielle Vorbereitungsseminare in der Region angeboten.

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