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Kauf vor Ort
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„Ping“

Der Einzelhandel wird sich verändern. Das steht fest.

Neuburg Das Jahr 2020. Ein tapferer Entdecker bricht auf zur Schnäppchenjagd. Sein Ziel: die Innenstadt. Sein Kompass: das Smartphone. Ein kurzes „Ping“ ertönt. Das Handy meldet: „Nur für Sie. Nur heute. Schwarze Herrenschuhe aus Leder. Jetzt nur 59,99 Euro.“ Es ist der Schuhtempel im Süden der Stadt. Noch ein „Ping“. Noch ein Blick aufs Display. Noch ein tolles Angebot: „Lesen Sie das neue Buch Ihres Lieblingsautors! Der neue Schauerroman von Stephen King ist heute eingetroffen!“ Es grüßt die Bücher-Insel am Ende der Straße. „Ping“. Der Modepalast um die Ecke ...

Sieht so der Einkauf der Zukunft aus? Eine ähnliche Vision entwarf Bernd Brenner, Vizepräsident des Bayerischen Handelsverbands, in seiner Festrede beim Neujahrsempfang der Stadt Dillingen. Wie viel Realität darin steckt, weiß niemand.

Fakt aber ist: Der Einzelhandel wird sich verändern.

Die Frage, wie sich Innenstädte attraktiver und selbstbewusster dem Internet gegenüber aufstellen können, beschäftigt viele Einzelhändler in Neuburg und Umgebung. Die Notwendigkeit zu handeln wird immer größer.

Wie radikal sich die Innenstadt wandelt, hängt von verschiedenen Personengruppen ab. Es gibt drei Perspektiven, die für dieses Thema relevant sind.

1. Kunden – Es ist die„Generation 40+“, die regelmäßig regional einkauft und mit ihrer Kaufkraft eine wichtige Einnahmequelle des Einzelhandels bildet. Auch sie kaufen hin und wieder im Internet, aber ihren Hauptbedarf decken sie über das lokale Angebot ab. Trotzdem ist es wichtig, gerade diese Zielgruppe dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, vor Ort zu kaufen. Sie werden sich dann ihrer Verantwortung bewusst.

Die Einzelhändler müssen die junge Generation digital abholen!

2. Die jungen Konsumenten, die mit Smartphone und Facebook aufgewachsen sind und den schnellen Online-Kauf dem Weg in die Innenstadt vorziehen. Wie schafft man es, diese junge Generation zu erreichen? Die Antwort: Die lokalen Unternehmen müssen sie digital abholen. Auf den lokalen bzw. regionalen Online-Plattformen in Bayerisch-Schwaben – beispielsweise über die digitalen Angebote der lokalen Medien oder die maßgeschneiderten Angebote von Kauf vor Ort. Auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Es ist existenziell, dass stationäre Geschäfte im Netz präsent sind. Nicht jeder Händler braucht deshalb gleich einen Online-Shop.

3. Der Einzelhandel: Die Händler müssen sich verändern. Der Fokus liegt dabei auf die Dienstleistung. Das ist die Stärke des stationären Handels. Diese Karte kann man noch besser ausspielen – davon sind viele Unternehmer überzeugt. Dass Verkäufer neben der Warenpräsentation zum Dienstleister mutieren, ist nur eine Frage der Zeit. Eine so tiefgehende Beratung bietet sonst niemand. Wichtig ist, dass die Händler ihren umfangreichen Service besser kommunizieren.

Die Ottheinrichstadt ist weit über ihre Grenzen hinaus bekannt für die besonders fachkundige und freundliche Beratung, für die vielen Extras – vom kostenlosen Parken am Himmelblauen Wochenende über das Seniorensiegel bis hin zur sehr guten Qualität bei einem fairen Preis.

Und auch, weil viele Einzelhändler besondere Services anbieten – wie die liebevolle Geschenkverpackung, die Änderung bei Kleidungsstücken oder die Reparatur sowie die Lieferung der gekauften Ware nach Hause, lohnt sich bei diesem hochwertigen Gesamtpaket aus Ware und Dienstleistung des engagierten Neuburger Mittelstands der Kauf vor Ort ganz besonders.

Die Evolution der Innenstadt ist ein langfristiger Prozess. Dass im Jahr 2020 Menschen nur noch smartphonegesteuert durch die Einkaufsstraßen marschieren, bleibt hoffentlich Fantasie.

Trotzdem macht das Beispiel vom Textbeginn deutlich: Es wird sich etwas tun. „Ping“.

Text: Thomas Balbierer

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