WOHNEN UND NAHVERKEHR

Tradition trifft Moderne

Renate Rampp, Vorsitzende der Bürgeraktion Textilviertel, wünscht sich Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Stadtgesellschaft. Dazu zählt ein umfassendes Mobilitätskonzept.

Ein lebenswertes Stadtquartier ist Ziel der Bürgeraktion Textilviertel. Wir sprachen mit Renate Rampp.

Augsburger Stadtteilgespräche

Wie vertragen sich Alt und Neu im Textilviertel?

Das Proviantbachquartier wurde von einer Arbeiter- zu einer hochpreisigen Eigen-tumswohnanlage umgewandelt, in kürzester Zeit folgten weitere solcher Anlagen. Manche mögen das Viertel nun chic finden, wir sehen diese Gentrifizierung aber mit Sorge. Wir wünschen uns eine gemischte, ausgewogene Stadtteilgesellschaft.

Woher hat das Textilviertel sein Image?
Das Viertel war ursprünglich von großen Textilmanufakturen und -fabriken geprägt, ab den 1850er Jahren wurden in deren Umfeld Werks- und Arbeiterwohnungen gebaut (Kammgarn- und Proviantbachquartier). Viele Baudenkmäler konnten erhalten wer-den und werden heute kulturell genutzt, z.B. durch das tim und das Stadtarchiv auf dem AKS-Gelände; der Glaspalast als ehemalige SWA-Aumühle  zählt auch dazu. Das macht das Textilviertel zu einem kulturell attraktiven Stadtteil.

Wo sehen Sie noch Handlungsbedarf?
Um dem Zuzug tausender Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, wünschen wir uns ein umfassendes Mobilitätskonzept - vor allem muss der ÖPNV überdacht werden.

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