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Fußball

24.04.2018

Aindling ist nur Gast der Bierduscher, …

Meisterfoto natürlich in bester Laune. Nördlinger Spieler und das Betreuerteam feiern nach dem Sieg über Aindling den vorzeitigen Titelgewinn in der Landesliga und Trainer Andy Schröter bekommt von Philipp Buser die obligatorische Bierdusche verpasst.
Bild: Szilvia Izsó

  …doch nicht nur Trainer Andreas Schröter vom TSV Nördlingen drückt aus alter Verbundenheit Team des TSV Aindling im Abstiegskampf die Daumen. Warum Simon Fischer erst im zweiten Durchgang zum Zug kommt

Aindling Josef Kigle war einer der ersten, dem Andreas Schröter am Samstag nach dem Schlusspfiff um den Hals fiel. Der Trainer des TSV Nördlingen hat in seinem ersten Jahr die Rieser gleich zum Aufstieg in die Bayernliga geführt und die Freude darüber bekam der Vorstand Spielbetrieb des mit 0:5 unterlegenen TSV Aindling gleich zu spüren. Schröter war irgendwie der Triumphator der Saison und hätte darauf warten können, dass die Gäste nun bei ihm zum Gratulieren vorbeikommen würden. Doch er entschied sich für einen anderen Weg, marschierte schnurstracks zur Aindlinger Bank und schüttelte dort jedem die Hand. Auch eine Form des Fair Plays.

Danach bekam Andy Schröter am eigenen Leib zu spüren, was es heißt, ein Meistertrainer zu sein. Er wurde, wie die Spieler, mit Gerstensaft übergossen, ehe er mit ihnen gehörig feierte nach einer Saison der Superlative. Dabei fand der Polizist noch freundliche Worte für den Verlierer, der zur Randfigur degradiert worden war: „Ich glaube immer noch, dass die Aindlinger es schaffen können, wenn sie ihre Grundordnung beibehalten.“ Natürlich war es ihm eine Freude, gegen dieses Team alles klargemacht zu haben. Gleichzeitig versicherte Schröter aber auch, dass sein Herz nach wie vor auch für den TSV Aindling schlage, für den er vor genau zwei Jahrzehnten eine enorm wichtige Rolle im (erfolgreichen) Abstiegskampf spielte.

Viele Experten drücken den Aindlingern derzeit die Daumen, dass sie nicht in die Bezirksliga abgestuft werden. Vor Wochen äußerten sich die Trainer von Gilching und von Egg durchaus positiv zu den Aussichten dieses Teams. Am Samstag kam noch ein weiterer Coach dazu. Christian Adrianowytsch, nun in Diensten des TSV Hollenbach, rechnete schon mal vor: „Wenn Affing aufsteigt und vielleicht Griesbeckerzell noch dazukommt – das wird eine Bombenbezirksliga.“ Dann machte er einen kleinen Schlenker: „Wobei ich den Aindlingern natürlich wünsche, dass sie drin bleiben. Ich war ja bei denen zwei Jahre.“ Die alte Liebe rostet eben nicht.

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Das Gastspiel in Nördlingen muss man am Lechrain nicht zum Maßstab für die Relegation nehmen. Der Meister trat dermaßen dominant auf, dass ihm auch eine Etage höher einiges zuzutrauen ist. Andererseits muss auch klar sein für das Verliererteam vom Samstag: Drei Niederlagen in Folge und dabei 1:11 Tore stellen gewiss kein Bewerbungsschreiben für die Abstiegsrunde dar.

Thomas Wiesmüller ist als Aindlinger Trainer gerade derzeit um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Warum durfte Simon Fischer erst im Lauf der zweiten Halbzeit ran? Laut Wiesmüller hat diese Entscheidung nichts damit zu tun, dass der Stürmer künftig das Trikot des TSV Rain tragen wird. Der Coach wollte vielmehr mit Moritz Buchhart und Mathias Jacobi Leute zum Zug kommen lassen, die in den vergangenen Wochen nicht so viele Spielanteile halten. Nun geht es darum, das Team bis zum Heimspiel am Freitag um 19 Uhr gegen Gundelfingen wieder aufzurichten.

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