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Confed Cup 2017

22.06.2017

Alexis Sanchez trifft und trifft – und hat Launen

Chiles Starspieler Alexis Sanchez kann gegen Deutschland auflaufen.
Bild: Ivan Sekretarev (dpa)

Der Stürmer des FC Arsenal ist beim Confed Cup der Star der Chilenen. Wechselt Alexis Sanchez bald nach Deutschland?

Beim Turnierauftakt der chilenischen Fußball-Nationalmannschaft im Confed Cup saß deren beste Stürmer erst einmal auf der Bank. Alexis Sanchez plagten Probleme im linken Knöchel. Eine knappe Stunde lang sah der 28-Jährige vom Spielfeldrand aus zu, wie sich seine Kollegen gegen Kamerun abmühten. Dann wurde er eingewechselt – und bereitete beide Tore vor. Wenn Deutschland heute auf Chile trifft, dürfte Sanchez den deutschen Verteidigern mehr Kopfzerbrechen bereiten, als die australischen Stürmer am Montag.

Sanchez, der beim englischen Erstligisten FC Arsenal unter Vertrag steht, ist neben Bayern-Spieler Arturo Vidal der größte Star der Chilenen. In der vergangenen Saison traf er für seinen Klub in 51 Pflichtspielen 30 Mal. Glatt lief es in London aber nicht immer. Britische Medien berichteten von einem zerrütteten Verhältnis zwischen Sanchez und Trainer Arsène Wenger.

Wenger verlängerte seinen Vertrag bei den Londonern kürzlich bis 2019, Sanchez dagegen scheint vor dem Absprung zu stehen. Noch ein Jahr ist er an den FC Arsenal gebunden. Will der Verein eine Ablöse kassieren, muss er den Stürmerstar jetzt ziehen lassen. Zum Beispiel zum FC Bayern oder zu Manchester City. Die Spitzenklubs gelten als interessiert und könnten den schnellen und torgefährlichen Stürmer gebrauchen – wobei Manchester auf Sanchez’ Positionen noch besser aufgestellt ist als der FC Bayern. Bei den Münchnern würde Sanchez Corentin Tolisso als Rekordtransfer ablösen. Doch es wird spekuliert, ob der FC Bayern die Gehaltswünsche von Sanchez umsetzen will.

Der 28-Jährige aus der Hafenstadt Tocopilla spielt bevorzugt als Linksaußen oder Mittelstürmer. Beim 2:0-Sieg gegen Kamerun bereitete er beide Treffer seiner Mannschaft vor. Vidals 1:0 mit einer maßgenauen Flanke von links, das 2:0 durch Eduardo Vargas eher ungewollt. Nach einem eigensinnigen Solo von Sanchez verwandelte der besser postierte Vargas den Abpraller. Die Szene danach war sinnbildlich für Sanchez’ Stellung im Team. Vargas bedankte sich mit zwei erhobenen Daumen bei dem Star. Obwohl ihn der schon früher und vernünftiger hätte bedienen können. Sanchez, der sich oft nur Alexis nennen lässt, gilt als reichlich launisch. Als Arsenal im vergangenen Achtelfinale der Champions League beide Spiele gegen den FC Bayern mit 1:5 verlor, wirkte Sanchez auf viele Kritiker lustlos. Nach seiner Auswechslung im Hinspiel musste er sich sogar vorwerfen lassen, über seine eigene Mannschaft gelacht zu haben, die in den Schlussminuten auseinanderbrach.

Eine weitere Saison in London würde für Sanchez ein Jahr ohne Champions League bedeuten, Arsenal qualifizierte sich nicht dafür. Doch Sanchez, der noch keinen bedeutenden internationalen Vereinstitel gewinnen konnte, gilt als heiß auf den Wettbewerb. Mit der Nationalmannschaft räumte er zuletzt zwei Mal beim Kontinentalturnier Copa America ab, auch beim Confed Cup gilt Chile als Favorit.

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