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Analyse
22.05.2017

Diese Personalien muss der FC Augsburg jetzt klären

Der FC Augsburg spielt auch in der kommenden Saison in der Bundesliga - aber mit welchem Personal?
Foto: Ulrich Wagner

Nach dem glücklichen Klassenerhalt wartet viel Arbeit auf die Augsburger Verantwortlichen. Vor allem im Mittelfeld wird dringend ein Neuzugang benötigt. Eine Analyse.

Es dauerte bis kurz nach 23 Uhr, ehe Markus Feulner mit Frau Nadine und Halil Altintop mit Frau Laura am späten Samstagabend als letzte FCA-Spieler bei der Saisonabschlussfeier im Kongress am Park eintrudelten. Sponsoren und geladene Gäste, darunter auch der Augsburger Oberbürgermeister Kurt Gribl, feierten mit dem FCA bis in den frühen Morgen.

FCA-Präsident Klaus Hofmann sprach bei seiner Rede von einer Saison mit Höhen und Tiefen. Denn erst mit einer fulminanten Willensleistung am Saisonende gelang mit vier Spielen ohne Niederlage der direkte Klassenerhalt. Alles gut also?

Nein. Denn mit den feststehenden Aufsteigern VfB Stuttgart und Hannover 96, die Darmstadt und Ingolstadt ersetzen, wird die Konkurrenz kommende Saison noch stärker. Deshalb muss Hofmann mit Geschäftsführer Sport Stefan Reuter, dem technischen Direktor Stefan Schwarz und Trainer Manuel Baum alle Sektoren im Profibereich genau analysieren.

Dem sprach Reuter Minuten nach dem glücklichen Saisonende das Vertrauen aus: „Er hat einen langfristigen Vertrag. Es war nie im Hinterkopf, dass wir im Sommer eine Veränderung vornehmen.“ Erstmals ist Baum für eine Kaderplanung und komplette Saisonvorbereitung, die startet am 3. Juli, verantwortlich. Dass er diese Aufgabe bewältigt, wird eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sein.

Auch deren Arbeit muss kritisch beleuchtet werden. Dass Dirk Schuster als Trainer verpflichtet wurde, erwies sich als Fehler. Auch einige Neuzugänge, für die der FCA zum Teil viel Geld ausgegeben hatte, blieben hinter den Erwartungen zurück. Wie Takashi Usami, Moritz Leitner und über lange Zeit auch Jonathan Schmid. Fehlgriffe darf sich ein Verein wie der FCA aber eigentlich keine erlauben. Denn Stillstand bedeutet in der Bundesliga Rückschritt.

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Am Samstag wurde nur Dominik Kohr verabschiedet, den Leverkusen per Rückkaufoption vom FCA zurückholt. Diesen Verlust kann der FCA wohl nicht aus den eigenen Reihen kompensieren. Da muss wohl ein Neuzugang her.

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Foto: Uwe Anspach/dpa

Den FCA wird fast sicher auch Markus Feulner verlassen, dessen Vertrag zum 30. Juni ausläuft, wie auch der von Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Halil Altintop. Während die Verlängerung mit Altintop wohl nur eine Formsache ist, steht die Zukunft von „CB“ noch nicht fest.

Es gibt aber auch Wackelkandidaten mit Vertrag, wie Christoph Janker und Gojko Kacar (jeweils bis 2018). Der FCA muss Platz schaffen für die eine oder andere Verstärkung, denn wie diese Saison gezeigt hat, werden die Leistungsträger immer verletzungsanfälliger. Genauso ranken sich um einige Spieler Wechselgerüchte.

Torhüter Marwin Hitz wurde zuletzt mit Hannover 96 in Verbindung gebracht, Konstantinos Stafylidis soll bei Inter Mailand ein Thema sein. Auch Philipp Max soll ins Visier englischer Vereine geraten sein. Es bleibt außerdem abzuwarten, ob sich Raúl Bobadilla mit seiner Rolle als Ergänzungsspieler zufrieden gibt. Das sind aber alles noch Spekulationen. Fakt ist hingegen, dass mit Tim Matavz, Shawn Parker (beide Nürnberg), Daniel Opare (RC Lens) und Erik Thommy (Regensburg) vier Leihspieler vor der Rückkehr stehen. Der Einzige, der wohl eine Chance beim FCA haben könnte, ist Thommy.

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