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Anschlag auf BVB-Bus

21.04.2017

Anschlag und Aktienspekulation: Um welche Summen ging es eigentlich?

Der Tatverdächtige im Falle des Anschlags auf den BVB-Bus soll an der Börse sogenannte Put-Optionen gekauft und auf einen Kurssturz der BVB-Aktie spekuliert haben. (Symbolbild)
Bild: Andrea Warnecke dpa

Der Tatverdächtige soll an der Börse sogenannte Put-Optionen gekauft und auf einen Kurssturz der BVB-Aktie spekuliert haben. Damit hätte er hohe Gewinne erzielen können.

Der Tatverdächtige im Fall des Anschlags auf den BVB-Mannschaftsbus soll an der Börse sogenannte Put-Optionen gekauft haben - und im Fall eines Kurssturzes der BVB-Aktie auf hohe Gewinne spekuliert haben. Zu den Summen gab es am Freitag zunächst unterschiedliche Angaben:

- Laut Bundesanwaltschaft soll der 28-Jährige drei verschiedene Derivate auf die Aktie von Borussia Dortmund erworben - die meisten davon am Tag des Angriffs selbst. Dafür habe er einen Verbraucherkredit in Höhe von mehreren zehntausend Euro aufgenommen. In einer Mitteilung der Behörde hieß es, der Verdächtige habe 15.000 Verkaufsoptionen erworben. Wie viel Geld er aber genau investiert haben soll, nannte die Bundesanwaltschaft nicht. 

Wie viel Geld hätte der Tatverdächtige an der Börse gewinnen können?

Es sei außerdem noch nicht klar, wie viel Geld er maximal an der Börse hätte gewinnen können - das werde derzeit berechnet. Sicher sei: Je tiefer die Aktie des Fußballvereins gefallen wäre, desto höher wäre der Gewinn für den Verdächtigen ausgefallen. 

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- NRW-Innenminister Ralf Jäger nannte dagegen konkrete Zahlen: "Der Täter hat nach meinem jetzigen Stand 79.000 Euro investiert, um entprechende Aktienoptionsscheine zu kaufen", sagte er auf einer Pressekonferenz. Die Spekulation hätte seinen Worten zufolge "möglicherweise zu einem Millionengewinn" führen können.

- Einige Redaktionen nannten andere Zahlen oder stellten eigene Rechnungen an: Nach "Spiegel"-Informationen soll sich der 28-Jährige einen Verbraucherkredit über 40.000 Euro besorgt haben. Auf dem Online-Portal der "Wirtschaftswoche" hieß es, der Verdächtige habe insgesamt nur 8000 Euro eingesetzt. Demnach hätte er mit diesem Einsatz auch keinen Millionengewinn erzielen können. Das "Handelsblatt" nannte ebenfalls eine Summe: Demzufolge hätte sich der maximale Gewinn an der Börse auf 322.620 Euro belaufen. Aber nur, bei einem Sturz der BVB-Aktie auf null Euro, wie es hieß.

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