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Ringer Mehdi-Ali Hosseini

31.01.2021

Athleten Deutschland für Sanktionen nach Hinrichtung in Iran

Die Olympischen Ringe werden am Eingang des IOC, dem Sitz des Internationalen Olympischen Komitees, in Lausanne ausgestellt.
Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Nach der Exekution eines weiteren Ringers im Iran haben deutsche Spitzensportler vom Internationalen Olympischen Komitee eine Reaktion gefordert.

"Die jüngste Hinrichtung von Mehdi-Ali Hosseini sollte Anlass genug für die olympische Bewegung sein, Athletenverfolgung im Iran und in anderen Ländern unabhängig aufarbeiten zu lassen", sagte Maximilian Klein, zuständig für Internationales bei Athleten Deutschland, im Gespräch mit der "Welt am Sonntag".

Wenn Athleten gezielten Repressalien ausgesetzt seien, müsse das IOC als Dachorganisation der olympischen Bewegung aktiv werden, forderte Klein und verwies darauf, dass der Iran "eine traurige und lange Geschichte der Verfolgung von Athleten" habe. Hinrichtungen seien "der entsetzliche Höhepunkt wiederholter Angriffe auf die Menschenrechte und die Werte, die das Fundament der internationalen Sportgemeinschaft bilden".

Auf Anfrage der Zeitung habe das IOC mitgeteilt, dass die Hinrichtung Hosseinis außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs liege. Der Fall sei "tragisch", aber Hosseini sei als Ringer nur regional aktiv gewesen. "Wir wurden darüber informiert, dass es sich um einem Kriminalfall ohne Sportbezug handelt", teilte das IOC mit.

Fünf Monate nach der Exekution des Ringers Navid Afkari war Hosseini am vorigen Montag im Gefängnis der Provinzstadt Desful gehängt worden. Der 30-Jährige hatte 2015 bei einem Streit in der Stadt Andimeschk einen Jugendlichen getötet und war deshalb von einem Gericht zum Tode verurteilt worden. Nach fünf Jahren wurde vom Obersten Gericht das Todesurteil bestätigt.

© dpa-infocom, dpa:210130-99-237829/3 (dpa)

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