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Coronavirus-Pandemie

21.03.2020

Athleten-Gewerkschafter für Olympia-Verschiebung

Johannes Herber, Geschäftsführer der Sportlergewerkschaft «Athleten Deutschland e.V.».
Bild: Maurizio Gambarini/dpa

Johannes Herber, Geschäftsführer der Sportlergewerkschaft "Athleten Deutschland e.

V.", spricht sich für eine Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr aus.

"Auch wenn es eine harte Nuss wäre, die Qualifikationswettbewerbe nun komplett neu aufzurollen. Aber eine Verschiebung um ein Jahr würde eine größere Fairness garantieren", sagte der ehemalige Basketballprofi dem "Tagesspiegel".

Der 37-Jährige spricht von Wettbewerbsverzerrung, da in China zum Beispiel schon wieder Wettkämpfe stattfinden, während in anderen Teilen der Welt Stillstand herrscht. Zudem seien noch gar nicht alle Qualifikationswettbewerbe über die Bühne gegangen. Auf der anderen Seite kann der frühere Nationalspieler auch die Athleten verstehen, die sich vier Jahre auf den sportlichen Höhepunkt vorbereitet haben: "Für die Athleten, die wir vertreten, wünsche ich mir dennoch, dass es noch diesen Funken Hoffnung gibt."

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Eine Absage der Spiele könnte sich für manche Athleten sogar existenzbedrohend auswirken. Zwar erhalten die meisten Athleten eine Grundsicherung durch die Anstellung bei der Bundespolizei oder Bundeswehr, doch gerade die Sportler mit Freiberuflerstatus könnten in eine finanzielle Schieflage geraten. "Ich denke da zum Beispiel an unsere Beachvolleyballer. Sie finanzieren ihre Trainingslager und Trainer selbst, haben hohe Ausgaben für ihre Reisen und medizinische Betreuung." (dpa)

Interview mit Johannes Herber im Tagesspiegel

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