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Nächster Rückschlag

21.03.2019

Auch DSV-Alpin-Cheftrainer Berthold hört auf

Hört beim DSV auf: Alpin-Cheftrainer Mathias Berthold.
Bild: Michael Kappeler (dpa)

Felix Neureuther hat mit den notwendigen Veränderungen im Deutschen Skiverband nichts mehr zu tun - und auch Mathias Berthold ist nur noch in einer kurzen Übergangsphase involviert. Der Cheftrainer gab am Donnerstag überraschend seinen Rücktritt bekannt.

Der Deutsche Skiverband (DSV) muss vier Tage nach dem letzten Rennen von Felix Neureuther den nächsten schweren Schlag verkraften und einen neuen Chefcoach bei den Herren finden.

Mathias Berthold gab am Donnerstag überraschend das Ende seiner Trainerkarriere bekannt und hat mit den anstehenden und notwendigen Veränderungen im Technik-Team um die zukünftige Leitfigur Stefan Luitz nur noch in einer kurzen Übergangsphase zu tun. Berthold kennt seinen Nachfolgekandidaten und sprach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur von einer "guten Lösung". Einen Namen wollte er nicht nennen, es handelt sich aber wohl um einen Mann, der bereits im Verband arbeitet. Bis April will der DSV die Personalie regeln.

Der Österreicher kehrte 2014 nach Deutschland zurück. Er war in den vergangenen fünf Jahren maßgeblich dafür verantwortlich, dass in Thomas Dreßen und Josef Ferstl zwei Deutsche auf der legendären Streif in Kitzbühel gewannen und aus einer Speedmannschaft ohne echte Chance auf gute Platzierungen inzwischen ein international respektiertes Team geworden ist. In seine Amtszeit fallen zudem zwei WM-Medaillen von Neureuther und WM-Silber von Fritz Dopfer im Slalom. "Diese Mannschaft liegt mir unglaublich am Herzen", sagte Berthold.

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Der 53 Jahre alte Berthold will zukünftig Spitzensportler dabei unterstützen "mit den individuell passenden Strategien ihre Visionen und Ziele" in die Tat umzusetzen, wie er auf seiner Facebook-Seite schrieb. DSV-Sportvorstand Wolfgang Maier bedauerte die Entscheidung.

Berthold arbeitete bereits von 2003 bis 2010 für den DSV. Bei den Olympischen Spielen 2010 wurde Maria Höfl-Riesch mit ihm als Cheftrainer Doppel-Olympiasiegerin, Viktoria Rebensburg holte Gold im Riesenslalom. Nach seiner Rückkehr machte er aus einem Technik-Team mit viel Potenzial zwischenzeitlich eine der stärksten Mannschaften der Welt. Auch glaubte er an die Fähigkeiten der Abfahrer und verhinderte das zur Debatte stehende Aus für sie. Dreßen, Ferstl und Andreas Sander profitierten enorm vom Zusammenspiel Bertholds mit Disziplintrainer Christian Schwaiger.

Auch Neureuther machte unter Berthold noch einen großen Schritt. Der bald 35-Jährige hatte seine Karriere am Sonntag beendet. Er zählt zu den beliebtesten Sportlern des Landes. (dpa)

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