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Eishockey

28.11.2018

Augsburger Panther haben gut lachen

Gastgeber zerlegen Wolfsburg beim 6:2-Sieg nach allen Regeln der Kunst. Kuka-Chef spricht zu den Fans

Die DEL-Mannschaft der Stunde feierte einen aus mehreren Gründen bemerkenswerten Eishockey-Abend. Vor dem Match gegen Wolfsburg nutzte Till Reuter, der scheidende Vorstandschef des Augsburger Roboterbauers Kuka, die Gelegenheit, sich von den Firmen-Mitarbeitern zu verabschieden. „Ich bin bei den Panthern gerne gewesen. Ich danke Ihnen allen für die Treue. Ich werde Augsburg und Kuka nicht vergessen“, sagte der 50-Jährige, der das Unternehmen nach Unstimmigkeiten mit den chinesischen Eigentümern verlässt.

Reuter hatte 1550 Firmen-Mitarbeiter zum Match eingeladen. Und weil zudem Studenten verbilligte Eintrittskarten erhalten hatten, war der normalerweise ungeliebte Dienstag-Spieltag gegen einen eher unattraktiven Gegner mit 5770 Besuchern im Curt-Frenzel-Stadion gut besucht. Die Panther-Profis boten Kukanern, Studenten und allen anderen Eishockey-Fans mit dem 6:2 (5:0, 0:1, 1:1) gegen Wolfsburg den vierten Sieg in Folge.

Mit einem furiosen Auftakt legten die Panther die Basis für drei Punkte. Im ersten Abschnitt zerlegte der AEV die arg ersatzgeschwächten Grizzlys in seine Einzelteile. Die Augsburger waren immer einen Schritt schneller und gedanklich einen Spielzug weiter als ihre Gegner, die sie bereits im ersten Heimspiel mit 6:0 besiegt hatten. Dieses Ergebnis brachte das Team von Trainer Mike Stewart beinahe in 20 Minuten wieder zustande. Die Panther kombinierten lässiger als im Training und Wolfsburgs Torwart David Leggio war der Verzweiflung nahe. Matt Fraser eröffnete in Überzahl nach fünf Minuten das Schützenfest mit dem 1:0. Im Anschluss kam Stadionsprecher Ingo Weighardt kaum hinterher, die weiteren Treffer von erneut Fraser, Daniel Schmölz, Christoph Ullmann und Drew LeBlanc anzusagen. Zwei Torvorlagen steuerte AEV-Eigengewächs Marco Sternheimer bei, der beinahe seinen ersten DEL-Treffer erzielt hätte. „Wir haben einen vollen Kader, während bei Wolfsburg viele Leute fehlen. Das merkt man im dritten Spiel innerhalb von fünf Tagen schon“, ordnete Augsburgs Sportmanager Duanne Moeser das hohe Drittelresultat ein.

Die Wolfsburger retteten sich mit Mühe in die erste Pause, und danach ließen es die Augsburger etwas ruhiger angehen. Im zweiten Abschnitt traf lediglich Daniel Sparre zum 5:1. Anschließend rächte sich Augsburgs Verteidiger Scott Valentine für einen an ihm angebrachten Check gegen den Kopf und knöpfte sich den Übeltäter Christoph Höhenleitner gleich selbst im Faustkampf vor. Mit fünf Minuten plus einer Spieldauerstrafe war die Partie für Valentine zur Halbzeit bereits beendet. Matt Fraser stellte mit seinem dritten Tor des Abends auf 6:1, Dehner traf zum 6:2.

Eine herzerfrischende Abschiedsrede eines Firmenchefs im Curt-Frenzel-Stadion und ein grandioses erstes Drittel bleiben von einem gelungenen Eishockey-Abend hängen.

Augsburger Panther Keller – Lamb, Valentine; McNeill, Haase; Sezemsky, Tölzer; Rekis – White, LeBlanc, Hafenrichter; Schmölz, Ullmann, Detsch; Fraser, Gill, Sternheimer; Payerl, Stieler, Trevelyan

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