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Rückkehr

08.08.2017

Badstuber fängt mal wieder neu an

Der 31-fache Nationalspieler ist wieder in Stuttgart gelandet, wo seine Karriere als Jugendlicher begann. Beim VfB will er endlich sein Image als Pechvogel ablegen

Sein Image als Bundesliga-Pechvogel will Holger Badstuber in Stuttgart endgültig ablegen. In den rot-grauen Trainingsklamotten des VfB saß der langjährige FC-Bayern-Profi gestern im Klubzentrum und wollte von seiner Krankenakte und deren Folgen nichts mehr wissen. „Ich bin jetzt seit einem Jahr gesund“, klagte der 28-Jährige über die „alte Leier“: „Andere fragen, wird er wieder der, der er früher war? Ich bin nicht mehr der, der ich früher war. Ich bin reifer geworden, ich bin erfahrener geworden, ich kenne meinen Körper besser.“

Momentan muss der Verteidiger aber selbst einräumen, dass er nicht auf Anhieb eine Stütze für die wackelige Defensive des Rückkehrers in die erste Liga sein wird. „Ich brauche Training, Training, Training. Es benötigt noch Zeit, bis man sich fit fühlt“, sagte der 31-malige Nationalspieler.

Nach einer Rückrunde beim FC Schalke 04 und dem Ende seiner Zeit beim FC Bayern nimmt der ehemalige VfB-Jugendspieler in seiner früheren Heimat einen Neuanfang in Angriff. Bis zur Länderspielpause Anfang September wird der frühere Münchner bei den Stuttgartern aber wohl vor allem Reservist sein. Trainer Hannes Wolf will den Routinier behutsam aufbauen. Badstubers Liste von Verletzungen ist immens.

Zwei Kreuzbandrisse, insgesamt vier Operationen am Gelenk warfen ihn immer wieder zurück. Zudem bremsten ihn zwei schwere Verletzungen im Oberschenkel und ein Bruch des Sprunggelenks aus. „Mein Körper funktioniert gut, ich habe Vertrauen in ihn“, sagte Badstuber. „Klar ist meine Geschichte speziell.“

Am turbulenten Freitag hatte Badstuber seinen Einjahresvertrag bei den Schwaben unterschrieben. Die Gespräche hatte er außer mit Wolf auch mit Jan Schindelmeiser geführt, der beim ersten offiziellen Foto mit Badstuber schon nicht mehr Sportvorstand war. Schindelmeisers Nachfolger Michael Reschke kennt er vom FC Bayern: „Meine Einschätzung ist, dass er sehr professionell und hart arbeitet und vom Fußball viel versteht. Ich glaube, dass er dem VfB guttut.“

Das soll auch Badstuber langfristig der jungen VfB-Abwehr, die in der Zweitliga-Spielzeit die Schwachstelle war und die Routine aus etlichen Bundesliga-Einsätzen für den FC Bayern, aus Champions-League- und Länderspielen dringend gebrauchen kann. Kontakt zum Bundestrainer Joachim Löw habe er derzeit nicht, sagte Badstuber und fügte zum Thema Nationalmannschaft hinzu: „Ich schließe nie etwas aus.“ (dpa)

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