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Basketball
24.06.2019

Die Bayern feiern ihren Durchmarsch

So sehen Sieger aus: Die Basketballer des FC Bayern München tanzen und jubeln nach dem Gewinn des Meisterpokals im Duell gegen Berlin.
Foto: Matthias Balk, dpa

Die Münchner gewinnen auch das dritte Finalspiel um die deutsche Meisterschaft gegen Alba Berlin und holen ihren fünften Titel. Präsident Hoeneß fiebert mit

Nach einem atemberaubenden Basketball-Krimi hat der FC Bayern München die deutsche Meisterschaft im Schnelldurchgang perfekt gemacht. Der in den Playoffs ungeschlagene Titelverteidiger gewann am Sonntag das dritte Finalspiel gegen Alba Berlin dank einer famosen Aufholjagd mit 93:88 (76:76, 32:46) nach Verlängerung. Präsident Uli Hoeneß hatte für das Endspiel-Spektakel den Urlaub unterbrochen und jubelte nach einem irren Schlussviertel und einer Zitterpartie in der Overtime am Spielfeldrand über den Coup. „Das ist eine überragende Leistung, man kann das nicht hoch genug einschätzen. Wir haben eine sehr gute Saison gespielt“, sagte Hoeneß. Währenddessen bekam Münchens Trainer Dejan Radonjic genau wie Kapitän Danilo Barthel schon eine kräftige Bierdusche, und die Münchner Profis feierten ausgelassen. Nihad Djedovic wurde anschließend als wertvollster Spieler der Finalserie ausgezeichnet. „Für mich bedeutet der Titel mehr, denn das ist ein Teamsport“, sagte Djedovic.

Für die Münchner ist es nach 1954, 1955, 2014 und 2018 der fünfte Meistertitel. Der Mannschaft von Coach Radonjic glückte mit dem 3:0-Erfolg in der hochklassigen Best-of-Five-Finalserie das Kunststück, ohne Niederlage durch die Play-offs zu marschieren. Das war zuvor nur Bayer Leverkusen (1991/92 und 1993/94), Alba Berlin (1997/98 und 2001/02) sowie Brose Bamberg (2015/16) gelungen. Vor 6500 Fans im ausverkauften Audi Dome zeigten die Bayern drei Viertel lang eine zerfahrene Partie mit vielen Ballverlusten und einer ganz schwachen Wurfquote. Zwischenzeitlich waren die Hausherren 15 Punkte in Rückstand. Erst im Finish drehte der Favorit auf, machte einen 13-Zähler-Rückstand wett und hatte Sekundenbruchteile vor der Sirene sogar die Chance auf den Sieg in der regulären Spielzeit. In der Overtime schließlich behielten die Hausherren die Nerven und konnten in eine Party-Woche starten. Bester Werfer der Gastgeber wurde Vladimir Lucic mit 23 Punkten. Den Hauptstädtern reichten 21 Zähler von Peyton Siva nicht für den Auswärtssieg, der ein viertes Match am Dienstag in Berlin bedeutet hätte.

Der ehemalige Serienmeister verlor sein drittes BBL-Finale nacheinander gegen die Bayern nach 2014 und 2018. Dabei hatte es lange gut ausgesehen für die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses. Nach dem 74:70 zu Hause und dem 82:77 in Berlin legten die Münchner zwar auch in Spiel drei stark los. Die Bayern führten schnell mit 4:0 (2.), wenig später mit 11:5 (7.).

Doch mit einer mannschaftlich geschlossenen und defensiv dann stärkeren Leistung kämpften sich die Berliner zurück. Zwei Dreier durch Tim Schneider und Martin Hermannsson machten aus einem 14:15 eine 20:15-Führung. Zwei Freiwürfe von Nationalspieler Niels Giffey folgten zum 22:15 nach dem ersten Viertel.

Mit 62:51 für Berlin ging es ins Schlussviertel, in dem die Münchner angepeitscht von ihren Fans in einem wahren Krimi tatsächlich noch das Comeback schafften. (dpa)

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