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Europameisterschaft

12.09.2007

Basketballer im Viertelfinale - Sieg über Italien

Johannes Herber in Aktion.
Bild: DPA

Mit einem Kraftakt haben Deutschlands Basketballerden drohenden K.o. bei der Europameisterschaft in Spanien abgewendetund sich die Hoffnung auf die Olympia-Teilnahme erhalten.

Durchden 67:58 (27:27)-Zittersieg über Italien schloss das Team um SuperstarDirk Nowitzki die Zwischenrundengruppe F als Vierter ab und trifft nunim Viertelfinale auf Weltmeister und EM-Gastgeber Spanien. Mit demErfolg vor 7000 Zuschauern in der Madrid Arena brach die Mannschaft vonBundestrainer Dirk Bauermann zugleich einen Bann: Im 17. Duell mitItalien war es der erste deutsche Sieg bei einem Großturnier. Bestedeutscher Werfer waren Johannes Herber und Nowitzki, der erst spät aufTouren kam, mit jeweils 15 Punkten.

"Der Unterschied war, dasswir mehr investiert haben als die Italiener und einen unglaublichenWillen gezeigt haben. Wir sind froh, dass die Zukunft für uns morgenhier ist und nicht zu Hause", sagte Bauermann erleichtert. WährendHerber ("Er hat unglaublich gut gespielt") ein Sonderlob bekam, nahmder Coach Nowitzki in Schutz: "Man darf einen Superstar nicht daraufreduzieren, ob er trifft oder nicht trifft."

"Heute haben wirdeutsche Tugenden gezeigt. Kampf hat uns im Spiel gehalten",analysierte Nowitzki, dem bis zur 34. Minute nur sieben Punkte gelungenwaren, die Partie. "Ich hoffe, dass wir die Spanier ärgern können,allerdings habe ich bei ihnen kaum Schwächen erkennen können." Als einrespektables Ergebnis bezeichnete der für Leistungssport zuständigeDBB-Vizepräsident Wolfgang Hilgert den Vorstoß unter die letzten Acht."Wenn wir gegen Spanien genauso kämpfen und mehr Wurfglück haben, sindwir nicht chancenlos."

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In dem "Endspiel" auch um die Zukunft desdeutschen Basketballs lastete auf beiden Mannschaften ein enorm großerDruck. Entsprechend nervös und hektisch agierten die Kontrahenten,denen viele Flüchtigkeitsfehler unterliefen. Auf beiden Seiten betrugdie Wurfquote bis zur Pause nur 31 Prozent. Selbst Nowitzki, mit 26,2Punkten führender Korwerfer der EM, blieb davon nicht verschont undtraf bis zur Pause mit nur 3 von 11 Wurfversuchen aus dem Feld.

ZweiTage nach der 47:77-Pleite gegen Slowenien präsentierte sich dieAuswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) wieder gefestigt undspielte vor allem in der Defensive konzentrierter. Lediglich gegen denDistanzwerfer Marco Belinelli fand die deutsche Abwehr kein probatesMittel. Der Flügelspieler vom NBA-Club Golden State Warriors erzieltebis zur 17. Minute 12 Punkte, ehe er wegen einer Verletzung imSprunggelenk vom Feld musste. Zum Glück für das deutsche Team, das nachdem höchsten Rückstand - dem 12:18 nach dem ersten Viertel -kontinuierlich aufholte und zum 27:27-Pausenstand ausgleichen konnte.Als Belinelli wiederkam, bereitete er der deutschen Mannschaft erneutProbleme. Am Ende hatte er 25 Punkte auf seinem Konto.

Imdeutschen Team beeindruckte neben dem künftigen Spanien-Legionär JanHendrick Jagla (Joventut Badalona), der zehn Rebounds holte, vor allemHerber. Der mit 24 Jahren jüngste deutsche Spieler bewies seineCoolness mit 12 Punkten bis zum Ende des dritten Viertels. Eine guteVorstellung zeigte auch der Bamberger Spielmacher Steffen Hamann, derimmer wieder mutig zum italienischen Korb zog.

Erst imSchlussviertel fand auch Nowitzki allmählich zu seiner gewohntenWurfsicherheit. Mit zwei Dreiern nacheinander brachte er das Team vierMinuten vor Schluss beim Stande von 54:47 wieder deutlicher in Front.Dennoch musste weiter um den knappen Erfolg gebangt werden, denn derbis dahin gut kontrollierte Andrea Bargnani machte die Partie nocheinmal spannend, ehe dem Olympia-Zweiten von Athen in der Schlussphasedie Puste ausging.

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