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Bundesliga

12.04.2015

Bayer Leverkusen trennt sich nach Prügelattacke von Spahic

Emir Spahic steht bei Bayer Leverkusen vor der Entlassung.
Bild: Jonas Güttler (dpa)

Bayer Leverkusen hat nach der Prügelattacke  auf Ordner die Konsequenz gezogen und den bis 2016 gültigen Vertrag mit Emir Spahic in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Dies teilte der Fußball-Bundesligist am Sonntag mit. Der 34-jährige Bosnier war mit einem Video entlarvt worden, sich nach dem Pokal-Spiel gegen Bayern München am vergangenen Mittwoch mit Ordnern in der BayArena geprügelt zu haben. Dabei wurden einem Sicherheitsmann zwei Zähne ausgeschlagen. "Die jüngsten Erkenntnisse nach dem Vorfall ließen uns keine andere Wahl", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade in einer Erklärung des Vereins. Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schwerer Körperverletzung.

Unten durch ist der Innenverteidiger bei seinen Mitspielern. Fans hielten ihm vor dem Anpfiff in Mainz mit dem Banner "Emir einer von uns" die Stange, Kapitän Simon Rolfes ging jedoch klar auf Gegenkurs. "Wir haben heute auch für den Ordner gesiegt. Wir als Mannschaft wünschen ihm alles Gute. Er ist ein Mitglied der Bayer-Familie." Auch Trainer Roger Schmidt, der wie alle schockiert von der Brutalität der Spahic-Attacke ist, steht einer Wiedereingliederung kritisch gegenüber. "Der Weg zurück in die Mannschaft ist sehr fragwürdig", erklärte der Bayer-Coach im ZDF-Sportstudio.

Spahic steht bei Bayer noch bis zum Juni 2016 unter Vertrag. Der 34-Jährige ist kein unbescholtener Spieler in der Fußball-Bundesliga. In Zweikämpfen schont er weder sich noch seine Gegenspieler. In der laufenden Runde war der Innenverteidiger bereits zweimal mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Im April vor einem Jahr zahlte er 15 000 Euro Strafe, weil er einem Gegenspieler den Mittelfinger gezeigt hatte. (dpa)

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