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Basketball

19.02.2018

Bayern feiern

Die Münchner gewinnen den Pokal und begießen den Titel im Stile der Fußball spielenden Vereinskollegen. Der Trainer hat trotzdem kurzzeitig schlechte Laune

Die Wachablösung im deutschen Basketball ist vollzogen. Der FC Bayern München holte sich gestern in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena mit einem 80:75- Endspielsieg gegen Alba Berlin den Pokal und damit den ersten Titel in dieser Saison. Zuvor hatte die Korbjäger-Filiale des deutschen Fußball-Rekordmeisters in der Qualifikation Meister Bamberg und im Halbfinale vor den Augen von Präsident Uli Hoeneß Gastgeber Ulm mit 84:73 ausgeschaltet und damit gezeigt, dass in dieser Saison auch in der Bundesliga kein Weg am souveränen Spitzenreiter vorbeiführt.

Für die Bayern war es der erste Pokalsieg seit genau 50 Jahren, deutscher Meister war München in diesem Jahrhundert auch erst einmal und entsprechend ausgelassen feiern die Profis aus der Landeshauptstadt ihre Erfolge. Mit Freundinnen, Ehefrauen, Kindern und den aus dem Fußball bestens bekannten Ritualen. Der serbische Startrainer Aleksandar „Sasa“ Djordjevic bekam in Neu-Ulm die obligatorische Weißbierdusche ab und fand es nicht besonders lustig. Seine gute Laune wurde dadurch aber nur kurzzeitig getrübt. Djordjevic sagte: „Das ist ein großer Sieg für mich, aber vor allem für den ganzen Verein.“ Die persönliche Komponente dieses Resultats: Endspielgegner Berlin wird trainiert vom 71-jährigen spanischen Grandseigneur Aito Garcia Reneses, unter dem Djordjevic Ende der 90er Jahre beim FC Barcelona gespielt hat.

Die Berliner schienen lange Zeit auf dem besten Weg zu ihrem zehnten Pokalsieg, mit dem sie zu Rekordgewinner Bayer Leverkusen aufgeschlossen hätten. Nach zwei Minuten im letzten Viertel führte Alba, angefeuert von den eigenen Anhängern und den vielen Ulmer Fans in der Halle, noch mit zehn Punkten (64:54). Doch die Bayern um ihren mit 28 Punkten überragenden Amerikaner Jared Cunningham konnten in der spannenden Endphase dieses hochklassigen Spiels noch zulegen und drehten das Ding. „Ich kann gar nicht beschreiben, wie erleichtert ich bin, sagte Nationalspieler Danilo Barthel und verabschiedete sich in eine lange Party-Nacht.

Für Ausrichter Ratiopharm Ulm war beim Pokalturnier in der eigenen Halle frühzeitig die Luft raus. Der Gastgeber verlor das erste Halbfinale am Samstag gegen die Bayern und sicherte sich am Sonntag mit einem 81:79-Sieg gegen Bayreuth den unbedeutenden dritten Platz.

Die zuletzt in der Bundesliga enttäuschenden Ulmer verkauften sich gegen den späteren Pokalsieger zwar besser als befürchtet und führten zur Halbzeit sogar knapp mit 42:41. Den abgezockten Bayern reichten aber etwas mehr als drei starke Minuten im dritten Viertel, um das Spiel zu drehen. Es war trotzdem ein Turnier, das den Ulmern ein bisschen Mut macht für die kommenden Monate. Ihr Nationalspieler Ismet Akpinar sagte nach dem Bayern-Spiel: „Wenn wir in der Bundesliga so auftreten, dann kann das doch noch eine erfolgreiche Saison werden.“ (mit dpa)

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