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26.07.2018

Bayerns Investition in die Zukunft

Spielt ab dem Winter für den FC Bayern: Alphonso Davies.
Foto: Witters

Neuzugang Die Münchner verpflichten während ihrer USA-Reise für zehn Millionen Euro einen 17-Jährigen. Nach der Testspiel-Niederlage gegen Juventus steht am Samstag das Wiedersehen mit einem Ex-Coach an

Philadelphia Als der FC Bayern in die verregnete Nacht Philadelphias rauschte, hatte er sein neuestes Mitbringsel noch nicht an Board. Zwar hatten sich die Münchner wenige Stunden vor der 0:2-Testspiel-Niederlage gegen Juventus Turin die Dienste des erst 17-jährigen Alphonso Davies gesichert, doch der wird noch bis Ende des Jahres für die Vancouver Whitecaps auflaufen, ehe er nach München umzieht. Die Ablösesumme für das kanadische Talent soll um die zehn Millionen Euro betragen, allerdings könnte im Falle eines durchschlagenden Erfolges Davies’ auch noch das ein oder andere Milliönchen an Bonuszahlung dazukommen. „Ich bin sehr glücklich über meinen Wechsel zum FC Bayern“, äußerte Davies in einer Vereinsmitteilung.

Der in Ghana geborene Davies sei ein sehr großes Talent, erklärte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Er verspricht mit seinen erst 17 Jahren sehr viel für die Zukunft.“ Trainer Niko Kovac freut sich ebenfalls auf den Nachwuchsspieler. „Viele Klubs wollten ihn in Europa haben“, äußerte Kovac über den kanadischen Nationalspieler, der die Saison in der Major League Soccer noch zu Ende spielen soll. Diese endet am 28. Oktober. Danach beginnen die Play-offs. Das MLS-Finale ist am 8. Dezember. Sollte Vancouver vorher scheitern, soll Davies laut Kovac so schnell wie möglich nach Deutschland kommen und bei den Bayern-Profis trainieren.

Noch ohne Davies verloren die Bayern ihr Testspiel trotz ansprechender Leistung gegen Juventus Turin. Es war aber nicht so, dass Kovac den Ort seiner ersten Niederlage als Trainer des deutschen Rekordmeisters so schnell wie nur möglich verlassen wollte. Nein, der 46 Jahre alte Kroate sah nach dem unnötigen und selbst verschuldeten 0:2 seines mit vielen Nachwuchsspielern aufgefüllten Profi-Rumpfkaders gar keinen Grund, sich übermäßig zu grämen. Die positiven Eindrücke überwogen für ihn. „Das Ergebnis spricht nicht für uns, aber das ist für mich sekundär. Ich habe viele gute Sachen gesehen“, lautete das Fazit von Kovac vor der Abfahrt aus dem Football-Stadion des Superbowl-Champions Philadelphia Eagles. Das Resultat spiegele „nicht ganz den Spielverlauf wider“, urteilte der Coach. Tatsächlich diktierte der deutsche Meister gegen den italienischen Champion, der noch ohne den von Real Madrid verpflichteten Weltfußballer Cristiano Ronaldo auflief, in den 90 Testspiel-Minuten das Geschehen auf dem klatschnassen Rasen.

Das 0:1 verschuldeten Youngster Josip Stanisic und Torwart Sven Ulreich „mit einer Verkettung von zwei Fehlpässen“, wie Kovac analysierte. „Und beim zweiten Tor spielen wir auf Abseits, wo man nicht auf Abseits spielen darf“, rügte er. Die Geschenke nahm Juves Mittelstürmer Andrea Favilli vor 32105 Zuschauern mit seinem Doppelschlag (32./40. Minute) gerne an.

Das zweite Testspiel der USA-Reise wird in der Nacht von Samstag auf Sonntag (1 Uhr live auf Sport1) in Miami gegen Manchester City ausgetragen. „Das wollen wir gewinnen – und dann geht’s nach Hause“, sagte Franck Ribéry zum reizvollen Wiedersehen mit Ex-Coach Pep Guardiola. Ob Javi Martínez gegen den englischen Meister mitwirken kann, ist offen. Der Spanier verließ das Stadion in Philadelphia mit einem dicken Verband am rechten Knie. Bei einem Zweikampf stürzte ein Gegenspieler auf den 29-Jährigen, der eine Muskelquetschung an der Kniekehle erlitt, wie Kovac berichtete. Es sei aber wohl „nichts kaputtgegangen“. Mit einem längeren Ausfall wird nicht gerechnet. (dpa)

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