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Schwimmen

18.07.2013

Bei der Schwimm-WM sollen mindestens fünf Medaillen her

Britta Steffen hat bei ihrer WM-Generalprobe im französischen Vichy zwei Siege erkämpft.
Bild: Hannibal (dpa)

Die Olympischen Spielen vergangenes Jahr in London waren für die deutschen Beckenschwimmer ein Fiasko. Bei der WM in Barcelona soll alles wieder besser werden.

Die Olympischen Spielen vergangenes Jahr in London waren für die deutschen Beckenschwimmer ein Fiasko. Sie gewannen keine einzige Medaille - das erste Mal seit 80 Jahren. Allein Thomas Lurz hatte als Zweiter über 10 Kilometer Olympia-Silber und die einzige DSV-Medaille geholt. Am Freitag beginnen im spanischen Barcelona die Weltmeisterschaften und der Deutsche Schwimmverband (DSV) ist plötzlich wieder mutig geworden, kalkuliert mit fünf bis acht Medaillen  Das sieht die Zielvereinbarung des DSV mit dem Deutschen Olympischen Sportbund DOSB vor. Die Beckenschwimmer sollen drei bis vier Medaillen und zehn Finalplatzierungen holen. Für die Freiwasserschwimmer um Rekord-Weltmeister Thomas Lurz sind ein- bis zweimal Edelmetall eingeplant, ebenso für die Wasserspringer. Geringere Erwartungen haben Wasserballer und Synchronschwimmerinnen.

Erfolgsgarant Lurz hat die erste Medaillenchance

Bei der WM 2011 in Schanghai hatte ebenfalls nur Lurz als einziger Deutscher einen Weltmeister-Titel gewonnen. Darüber hinaus gab es damals drei Silber- und neun Bronzemedaillen für das deutsche Team. "Ich freue mich auf diese WM und auf unser teils junges Team", sagte DSV-Präsidentin Christa Thiel. Die Zielvereinbarung nenne nicht die Medaillenfarbe, sondern einen Korridor bis zu den nächsten Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.

In Barcelona stehen am Wochenende die ersten Entscheidungen an. Dann darf der Deutsche Schwimm-Verband vor allem auf Erfolgsgarant Lurz über fünf Kilometer im Freiwasser und auf sein schon oft erfolgreiches Sprungduo Patrick Hausding/Sascha Klein vom Turm hoffen.

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Übersicht der Disziplinen und größten deutschen Medaillenhoffnungen

FREIWASSER: Wie gewohnt sind Rekord-Champion Lurz & Co. die größten Medaillenhoffnungen aus deutscher Sicht. Neben dem zehnmaligen Weltmeister Lurz ist bei Großereignissen auch auf Angela Maurer Verlass, die während der Titelkämpfe 38 Jahre alt wird. Sie hat gute Erinnerungen an Barcelona. Dort hatte sie 2003 zwei Medaillen geholt. Unbelastet dürfen ein paar Nachwuchskräfte an den Start gehen. Aufgrund der Leistungsdichte kann das deutsche Team auch im Mannschaftsrennen ein Wörtchen um die Podestplätze mitreden.

BECKENSCHWIMMEN: Echte Medaillenkandidaten gibt es bei den 27 Sportlern im prestigeträchtigsten WM-Bereich nur sehr wenige, doch gerade im nacholympischen Jahr sind Überraschungen keine Seltenheit. Als Weltjahresbester über 100 Meter Schmetterling ist Steffen Deibler heißer Anwärter auf Edelmetall. Auch wenn die letzten WM-Einzelerfolge von Britta Steffen auf der Langbahn schon vier Jahre zurückliegen, hofft der DSV auf die Doppel-Olympiasiegerin von Peking und die Olympia-Vierte von London. Aussichtsreich gehen auch die Brustschwimmer an den Start, Christian Vom Lehn war immerhin WM-Dritter 2011 über 200 Meter, Marco Koch ist über dieselbe Strecke ebenfalls etwas zuzutrauen. Yannick Lebherz ließ in diesem Jahr auch schon aufhorchen. Bei den Staffeln, vor allem über die Lagen-Distanzen, ist vielleicht eine Überraschung für die Quartette von Chef-Bundestrainer Henning Lambertz drin.

WASSERSPRINGEN: Trotz geringerer gemeinsamer Trainingszeiten in dieser Saison als angestrebt zählen die WM-Zweiten Patrick Hausding/Sascha Klein auch diesmal zu den Medaillenanwärtern. Hausding gehört auch als Einzelstarter zum erweiterten Favoritenkreis, Klein kann vom Turm mit seiner Routine vieles wettmachen. Die 17-jährige Tina Punzel, Überraschungs-Europameisterin vom Drei-Meter-Brett, kann gegen die von den Chinesinnen angeführte Konkurrenz wie die anderen jungen Team-Kollegen ohne großen Druck springen.

WASSERBALL: Der neue Bundestrainer Nebojsa Novoselac steht vor einer spannenden Aufgabe. Das umgestaltete Team soll sich international beweisen und gleichzeitig die Zugehörigkeit zur erweiterten Weltspitze bestätigen. Das Viertelfinale ist das Ziel, vielleicht gelingt ohne ein Verletzungspech wie bei der WM 2011 diesmal ja eine Überraschung?

SYNCHRONSCHWIMMEN: Vier junge Sportlerinnen wurden für Solo und Duett nominiert - sie sollen vor allem weiter internationale Erfahrung sammeln. Gerade im Synchronschwimmen, wo man sich seinen internationalen Ruf erst erarbeiten muss, sind nur kleine Schritte auf dem Weg weiter nach vorne drin. (dpa/AZ)

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