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Beierlorzer und Wagner: Auf den Spuren von Rinus Michels

Kommentar Von Tilmann Mehl
28.09.2020

Nach David Wagner hat es auch Achim Beierlorzer erwischt: Entlassen nach dem zweiten Spieltag. Für den weiteren Karriereverlauf muss das nichts Schlimmes bedeuten.

Die innere Uhr eines Managers ist nicht zu betrügen. Fallende Blätter haben unwiderruflich fliegende Trainer zur Folge. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob sich die Saison erst im Anfangsstadium befindet oder aber schon das erste Viertel absolviert ist.

In gängigen Spielzeiten sehen Sportdirektoren etwa nach acht Partien „die gemeinsamen Ziele gefährdet“. Deswegen fühle man sich leider zu einem personellen Neuanfang gezwungen. Interessant aber auch: Der personelle Neuanfang hört spätestens beim Sportdirektor auf. Augen auf bei der Berufswahl.

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Bild: FC Bayern, dpa (Archiv)

Die Klubs stehen früher unter Druck

In dieser Spielzeit herbstet es bereits am zweiten Spieltag. Der FC Schalke 04 und der FSV Mainz haben ihre Trainer aber nicht aus Fürsorge entlassen, auf dass sich David Wagner und Achim Beierlorzer keine Wintermäntel mehr zulegen müssen.

Weil die laufende Saison komprimiert wie nie ist, stehen die Klubs früher unter Druck. Fehler lassen sich nur schnell ausmerzen – oder gar nicht. Schalker und Mainzer haben aus ihrer Sicht Fehler bei der Besetzung des Trainerstuhls begangen. Dem lässt sich schwer widersprechen, wenn das Team entweder das Training bestreikt (lesen Sie dazu: Mainz-Spieler Adam Szalai ist nicht allein: So streiken Fußballprofis) oder aber mit 1:11 Toren ans Tabellenende gewankt ist.

Hecking hielt es immerhin ein Jahr beim HSV aus

Wagner und Beierlorzer ist ob der frühzeitigen Entlassung aber nicht die Kompetenz abzusprechen, Mannschaften erfolgreich zu führen. Ehe die beiden in der diesjährigen Ausgabe der Bundesliga nach zwei Spieltagen gehen mussten, widerfuhr das nur drei anderen Trainern: Rinus Michels, Morten Olsen und Dieter Hecking.

Michels holte später mit der niederländischen Nationalmannschaft den EM-Titel. Der Däne Olsen fungierte 15 Jahre als Nationaltrainer seines Heimatlandes und Hecking hielt es immerhin ein Jahr als Coach des Hamburger SV aus (und holte mit Wolfsburg den DFB-Pokal).

Auch mit einer arg frühzeitig abgebrochenen Station im Lebenslauf lässt sich sich später noch ein guter Arbeitgeber finden. Etwas anders verhält sich das für den seltenen Fall, dass der Coach bereits vor dem ersten Spieltag entlassen wird. Mit dem Norweger Jörn Andersen als Solisten ist die Fallhöhe nicht besonders groß. Der Trainer musste den FSV Mainz 05 jedenfalls nach dem Aufstieg in der Sommerpause verlassen. Später verpflichtete in Nordkorea als Nationalcoach.

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