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Pressestimmen

30.05.2015

Blatter-Wiederwahl der FIFA: "Einiges roch nach Inszenierung"

Joseph Blatter wurde zum fünften Mal zum Präsidenten des Weltfußballverbands FIFA gewählt. Europäische Fußballverbände und die Medien reagieren ernüchtert.
Bild: Patrick Seeger (dpa)

Joseph Blatter bleibt weiter der mächtige Mann des Weltfußballverbands. Nach seiner Wiederwahl sind europäische Fußballverbände ratlos. Auch die Presse reagiert ernüchtert.

Trotz des anhaltenden Korruptionsskandals beim Weltfußballverband hat Joseph Blatter es geschafft, zum fünften Mal zum Präsidenten der FIFA gewählt zu werden. Viele Medien fragen sich, wer diesen Mann noch stoppen kann.

"Blatter versuchte, die Welt für blöd zu verkaufen"

bild.de: "Noch vier Jahre Blatter. Trotz aller Aufrufe, ihn endlich zu stürzen. Trotz WM-Boykott-Drohungen aus Europa. Am Ende hat der Skandal-Präsident noch immer genug Freunde in der Parallelwelt Fifa."

Spiegel Online: "Das Einzige, was wirklich einen Wandel bei der Fifa auslösen könnte, wären radikale Schritte von europäischen Verbänden oder Sponsoren. Die Uefa hat solche in dieser Woche verpasst, die Europäer schreckten davor zurück, den Bruch mit der Fifa zu vollziehen. Das war eine Enttäuschung für alle, die mit Unverständnis auf das System Blatter blicken."

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welt.de: "In den Stunden vor der Abstimmung hatte Blatter lang und breit über den aktuellen Zustand der Fifa gesprochen. Und entweder ist es so, dass Sepp Blatter noch nicht so richtig verstanden hat, was in den vergangenen Tagen - mal wieder - geschehen ist. Oder er versuchte, die Welt für blöd zu verkaufen."

"Fifa rast mit offenem Auge auf Mauer zu"

kicker.de: "Vor allem Staatsanwälte, Richter, Politiker und Sponsoren werden in den nächsten Monaten die Richtung vorgeben, in die sich die FIFA zu bewegen hat. Die FIFA rast mit offenen Augen auf eine Mauer zu."

Zeit Online: "Kann sein, dass es bis zu neuen Erkenntnissen Jahre dauern wird. Kann auch sein, dass Blatter nie juristisch zu belangen ist. Aber der Druck auf den Chef der Bande wird weiter wachsen. Außer seinen 133 Wählern, Putin und Roger Köppel bleiben ihm nicht mehr viele Freunde. Irgendwann können auch Sponsoren und TV-Sender nicht mehr über den Sumpf hinwegsehen."

Faz.net: "Während am Freitag der starke Zweifel am System Blatter nicht abgeschwächt werden konnte, zog der Chef persönlich wie gehabt die Strippen. Einiges roch hier nach Inszenierung."

sueddeutsche.de: "Europa hat den Wahlkampf in den Sand gesetzt. Was wäre passiert, fragten sich Delegierte in den Kongresspausen, wenn im Schatten der FBI-Zugriffe nicht der Prinz aus Amman Blatter herausgefordert hätte - sondern Platini selbst? Der Franzose hatte im Vorjahr eine eigene Kandidatur verworfen. Nun blieb ihm beim Achtungserfolg des Königssprosses nur die Zuschauerrolle." AZ/zian

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