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Bundesliga
18.12.2018

Geheimnisträger Manuel Baum

Manuel Baum

Vor dem Auswärtsspiel gegen Hertha BSC hat der FC Augsburg einige angeschlagene Spieler. Welche das sind, verrät der Trainer aber nicht

Derzeit ist es gar nicht so einfach, die Leistungen des FC Augsburg einzuordnen. Da machte auch das 1:1 gegen Schalke 04 keine Ausnahme. Eine Halbzeit war der FCA gegen den Kultklub aus dem Westen, immerhin Vizemeister der vergangnen Saison und Champions–League-Achtelfinalist, die bessere Mannschaft, das 1:0 war zu wenig. Zudem vergab man direkt vor dem 1:1 die große Chance zum 2:0, im direkten Gegenzug fiel das 1:1. Danach hatte man allerdings Glück, nicht die fünfte Niederlage in Folge einzufahren. Also ein Punktgewinn gegen einen der Großen der Liga?

Man kann es auch so sehen: Der FCA (14 Punkte) hat es versäumt, gegen einen Mitkonkurrenten aus dem hinteren Mittelfeld, Schalke hat jetzt 15 Punkte, Boden gut zu machen. Was die ganze Lage noch brenzliger macht: Der Abstand auf den Relegationsplatz ist nach den Siegen von Stuttgart (14 Punkte) und Düsseldorf geschrumpft. Zwei Zähler Vorsprung hat der FCA jetzt noch auf den Tabellen-16. Fortuna.

Und so war FCA-Trainer Manuel Baum vor dem Auswärtsspiel gegen Hertha BSC heute (20.30 Uhr) auch hin- und hergerissen: „Ich bin froh, dass wir einen Punkt geholt haben. Die Mannschaft hat nach vier Niederlagen vor allem in der ersten Halbzeit gezeigt, dass sie eine stabile Mannschaft ist, die Gas geben kann. Der Punkt ist ok. Die Art und Weise war 60 Minuten in Ordnung.“

Es ist derzeit eine Achterbahn der Gefühle in Augsburg. Nicht nur für die Fans, sondern auch für die Spieler. Deshalb ist Baum froh, dass die „stade“ Vorweihnachtszeit durch die Terminplanung der DFL mit einer englischen Woche und als Höhepunkt dem Heimspiel gegen Wolfsburg am 23. Dezember ad absurdum geführt wird. Nur nicht zu viel nachdenken über die Aufs und Abs in den 90 Minuten auf dem Platz. „Es ist gut, dass wir ohne eine lange Trainingswoche gleich nach Berlin fahren. Schalke ist abgehakt, wir greifen das nächste Spiel an“, sagt Baum. Immer weiter also, um die eigentlich guten Spielanlagen, die wirklich nicht nach Abstiegskrampf und -kampf aussehen, endlich wieder in drei Punkte umzusetzen.

Nichts hat Baum in diesen Wochen unversucht gelassen. Er hat die Zügel angezogen, indem er Regeln, die schon länger gültig sind, wie das Frühstücken vor jeder Vormittagstrainingseinheit und die eine Stunde Anwesenheitspflicht nach dem Training, wieder strenger auslegt. Auch ein Besuch von Mentalcoach Jörg Löhr, wie in den beiden Jahren zuvor, sollte helfen, etwaige Blockaden zu lösen. Doch am Ende helfen nur Erfolge auf dem Platz. Deswegen kommt Baum das Dienstagspiel gelegen: „Die Mannschaft will zeigen, dass sie auch über 90 Minuten gut spielen kann.“

Mit was für einer Aufstellung, das soll die Öffentlichkeit allerdings erst, wie immer, eine Stunde vor dem Anpfiff erfahren. Denn in den Personalplanungen gibt es noch einige Fragezeichen. Nicht alle Augsburger Profis haben das 1:1 gegen Schalke blessurenfrei überstanden. „Wir haben ein paar angeschlagene Spieler und müssen schauen, ob es bei ihnen geht - wen verrate ich aber nicht“, gab sich Baum am Montag zugeknöpft. Auch um Trainer-Kollege Pal Dardai keine Hinweise zu geben. Gut möglich, dass Alfred Finnbogason vorsichtshalber erst einmal auf der Bank sitzen wird, oder Ja–Cehol Koo eine Pause bekommt. Das Geheimnis will Baum am liebsten erst im Olympiastadion lüften. Dort erwartet er schwierige Platzverhältnisse: „Ich habe gehört, dass das Spielfeld nur 45 Minuten bundesligatauglich sein soll. Danach wird es eher ein Acker. Aber für uns ist nur wichtig, dass wir gut in das Spiel reinkommen und mit Überzeugung Gas geben. Ich hoffe, dass dann drei Punkte für uns rausspringen. Wie ist eigentlich egal.“

Auf dem Platz will der FCA ein Feuerwerk abbrennen. Sollten das einige Fans im Gästebereich vorhaben, ein Abendspiel bietet für eine Pyroshow immer eine gute Möglichkeit, sollten sie sich das gut überlegen. Das könnte richtig teuer werden. Denn der FCA wurde jetzt vom DFB-Sportgericht mit einer Geldstrafe von 5000 Euro belegt. Beim Auswärtsspiel in Hannover am 27. Oktober waren im Augsburger Zuschauerblock mindestens fünf pyrotechnische Gegenstände abgebrannt worden. Macht also 1000 Euro pro Fackel.

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