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Bundesliga-Porträt
05.03.2021

Der Memminger Frank Kramer ist neuer Trainer von Arminia Bielefeld

Frank Kramer ist der neue Trainer von Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Er bezeichnet sich selbst als Kopfmenschen.
Foto: Christian Charisius/dpa

Frank Kramer aus Memmingen ist neuer Trainer beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. Er gilt als Kopfmensch, ist aber für jeden Spaß zu haben.

"Er ist sehr ehrgeizig, wissbegierig, fleißig und zielstrebig. Er ist aber auch für jeden Spaß zu haben.“ So charakterisiert Markus Kramer seinen vier Jahre älteren Bruder. Der 48 Jahre alte Frank Kramer, der aus Memmingen stammt, ist seit vergangener Woche Cheftrainer beim Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld. In ihrem ersten Spiel mit dem neuen Coach holten die Ostwestfalen immerhin einen Punkt und haben dadurch wenigstens wieder den Abstiegsrelegationsplatz erreicht.

Bundesliga-Trainer Kramer scheut keine harten Wege

„It’s a long way to the top“ (Es ist ein langer Weg an die Spitze): Das weiß AC/DC-Fan Frank Kramer. Das macht ihm aber nichts aus. Denn der Bundesliga-Trainer ist einer, der den harten, den steinigen Weg noch nie gescheut hat. „Er hat schon früher immer probiert, seinen vier Jahre älteren Bruder Jürgen herauszufordern. Er war zwar meist unterlegen, hat sich davon aber nicht abbringen lassen und es immer wieder versucht. Das zeichnet ihn heute in gewisser Weise noch aus“, sagt sein Bruder Markus über ihn.

Frank Kramer studierte Sport und Englisch

Man muss hinzufügen: Seine Zielstrebigkeit hat Frank Kramer auch stets ausgezeichnet, als er die Kinderstube längst verlassen hatte. Kramer, der sich selbst als „Kopfmensch“ bezeichnet, der „immer offen für Neues“ ist, hat Sport und Englisch studiert und als Gymnasiallehrer und Sportdozent an der Universität Erlangen-Nürnberg gearbeitet. Die Ausbildung zum Fußballlehrer absolvierte der verheiratete Vater von zwei Kindern 2013 an der Hennes-Weisweiler-Akademie als Jahrgangsbester. Als Coach war er unter anderem schon bei Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf tätig, aber auch als Trainer verschiedener Nachwuchsmannschaften des Deutschen Fußball-Bundes.

Bevor er auf die Bielefelder „Alm“ wechselte, leitete Kramer die Fußball-Akademie von Red Bull Salzburg. Wenn man fragt, woher seine große Leidenschaft für den Fußball kommt, muss man bereit sein, vor der Antwort fünf Euro ins Phrasenschwein zu stecken: Frank Kramer stammt aus einer waschechten Fußball-Familie, ihm wurde wie seinen beiden Brüdern das runde Sportgerät gewissermaßen in die Wiege gelegt. Sein 2015 gestorbener Vater Kurt wurde als Spieler und Trainer eine Memminger Fußball-Legende – und Ehrenspielführer des Regionalligisten FC Memmingen. Dort spielten auch seine drei Söhne.

Kramer selbst spielte unter anderem beim FC Bayern München II

Frank Kramer war als Spieler aber unter anderem auch beim FC Bayern München II und beim 1. FC Nürnberg II aktiv. Die Grundlagen für diese Karriere wurden im Elternhaus gelegt. Markus Kramer, der heute Schatzmeister beim FC Memmingen ist, plaudert aus dem Nähkästchen: „Bei uns wurde früher das Esszimmer schnell mal zum Fußballfeld umfunktioniert. Ab und an ist dann natürlich auch mal was zu Bruch gegangen. Die eine oder andere Vase geht tatsächlich auf unser Konto.“

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