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TV-Rechte

21.06.2020

Bundesliga: Sky und Sportschau bleiben - andere gehen leer aus

Die Spitzenspiele zwischen Bayern und Dortmund werden auch künftig meistens auf Sky zu sehen sein.
Bild: Matthias Balk/dpa

Sky und DAZN bleiben bis 2025 die Live-Sender der Bundesliga. Andere Unternehmen gingen bei der Auktion der Rechte überraschend leer aus.

200 Live-Spiele bei Sky, 106 Partien bei DAZN sowie Höhepunkte in der "Sportschau" und im "Aktuellen Sportstudio": So sieht das TV-Angebot der Fußball-Bundesliga von der Saison 2021/2022 an aus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen. Die Sender und die Deutsche Fußball Liga wollten sich dazu am Sonntag nicht äußern. Offiziell bestätigt wird der Verkauf der Medienrechte bis zur Spielzeit 2024/2025 am Montag nach der DFL-Mitgliederversammlung.  

Die Fußballfans müssen sich nach der nächsten Saison nur wenig umstellen. Vor allem die frei zu empfangenden TV-Klassiker "Sportschau" in der ARD und "Aktuelles Sportstudio" im ZDF bleiben erhalten und dürfen am Samstag wie bisher Zusammenfassungen zeigen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben sich nach dpa-Informationen die entsprechenden Rechte-Pakete gesichert.

Sky sichert sich am meisten Rechte

Wichtigster Partner der 36 Bundesligavereine bleibt Sky. Der Pay-TV-Sender hat sich drei der vier wichtigsten Live-Pakete gesichert und darf Partien am Samstag zeigen und zudem die beliebte Konferenz übertragen. Außerdem gehören Begegnungen während der englischen Wochen, die Relegation zur 1. Liga sowie der Supercup zu den Pakten A, B und C.    

Bundesliga: Sky und Sportschau bleiben - andere gehen leer aus

Im Gegensatz zur laufenden und zur kommenden Saison hat der langjährige Zahlmeister der Liga aber weniger Partien im Angebot. Mit DAZN hat sich der wichtigste Konkurrent bei der Auktion ebenfalls viele Spiele gesichert.

Der erst seit 2016 in Deutschland aktive Streamingdienst kaufte - wie auch die Bild am Sonntag berichtete - das Paket D. Dieses umfasst alle Partien am Freitag und Sonntag. Zuletzt hatte DAZN über eine Sub-Lizenz von Eurosport ein Paket mit 40 Punktspielen gehalten - und nach dem Neustart nach der Corona-Pause und der Eurosport-Kündigung einzelne Partien von der DFL erworben.

Sky hat von der übernächsten Spielzeit an weniger Bundesliga-Spiele im Angebot, konnte aber das Schlimmste verhindern. Nach dem Verlust der TV-Rechte an der Champions League stand das Unternehmen aus Unterföhring enorm unter Druck. 

Amazon und Telekom gehen leer aus

So hat der Pay-TV-Anbieter auch zukünftig ein umfangreiches Fußball-Angebot, zu dem nach dpa-Informationen auch die 2. Bundesliga gehört. Die neu eingeführten Samstagabend-Spiele (20.30 Uhr) im Fußball-Unterhaus sollen nach Angaben des Kicker im Free-TV bei Sport1 laufen.      

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehändler Amazon hat wie die Telekom keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft. Zuletzt hatte Amazon mit dem Erwerb von Rechten der Premier League und der Champions League für Aufsehen gesorgt. Nach der Corona-Zwangspause erwarb der Internet-Gigant einzelne Spiele und übertrug parallel zu DAZN.

Sky bleibt mit dem Kauf von drei der vier teuersten Rechte-Pakete der wichtigste Geldgeber der deutschen Profivereine. Derzeit fließen durchschnittlich 876 Millionen Euro pro Jahr an die Liga. Zahlen für die vier Spielzeiten von 2021 an sind noch nicht bekannt.

Die detaillierten Ergebnisse des knapp zweiwöchigen Wettbietens um die Medienrechte werden am Montag von der DFL veröffentlicht. Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier  Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie vor vier Jahren, hatte DFL-Boss Christian Seifert im Vorfeld als "sehr unwahrscheinlich" bezeichnet.  (dpa)

Ein kompletter Einbruch der Einnahmen konnte dem Vernehmen nach aber verhindert werden. Trotz der Corona-Krise, die vor allem die Geschäftsmodelle von Sky und DAZN leiden ließen, kommen wieder mehrere Milliarden zusammen.

Ursprünglich sollte die Auktion bereits im April beginnen und Anfang Mai abgeschlossen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Zeitplan für das Wettbieten aber gestoppt. Die DFL hatte nach eigener Aussage in Absprache mit den Interessenten die Auktion nicht noch weiter nach hinten verschoben.  (dpa)

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