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Bundesliga-Vorschau
20.07.2021

Arminia Bielefeld ist nun in der Bundesliga auch manchmal der Favorit

Bielefelds Torhüter Stefan Ortega Moreno hatte mit seinen Leistungen großen Anteil am Klassenerhalt der Arminia.
Foto: Getty

Vor Saisonstart stellen wir alle Bundesligaklubs und ihre Aussichten vor. Diesmal: Arminia Bielefeld. Der Klub ist im zweiten Bundesliga-Jahr nicht mehr der klare Underdog.

Vom glasklaren Außenseiter zum „normalen“ Abstiegskandidaten: In kleinen Schritten arbeitet sich Arminia Bielefeld in der Nahrungskette der Bundesliga aufwärts. Doch so ambitioniert gibt man sich in Ostwestfalen dann doch: Ein drittes Jahr in der Eliteklasse wird angepeilt.

Was ist noch übrig vom Aufstiegsjahr?

Nicht mehr viel: Nur neun Spieler, die den Triumph im Juli 2020 gefeiert haben, sind auch ein Jahr darauf noch am gleichen Ort aktiv. Als Zugpferde auf dem Weg zum überraschenden Klassenerhalt entpuppten sich unter ihnen vorrangig Defensivakteure: Torwart Stefan Ortega Moreno, die Innenverteidiger Amos Pieper und Joakim Nilsson, Cédric Brunner hinten rechts sowie Manuel Prietl auf der Sechs wuchsen über sich hinaus, spielten elfmal zu null. Noch offen ist allerdings, ob Ortega Moreno und Olympia-Fahrer Pieper tatsächlich nach dem 31. August noch das blaue Trikot tragen – beide sind begehrt, ihre Verträge laufen nach dieser Saison aus.

Was macht das zweite Jahr in der Bundesliga einfacher?

Bielefeld kann den Etat leicht erhöhen, im Raum stehen rund zwei Millionen Euro zusätzlich. Das geht wiederum einher mit einer neuen Kalkulation der Leistungsboni, denn 2020/21 zahlte man mehrere Millionen an Zusatzprämien. Geld, das der Klassenerhalt um ein Vielfaches zurück in die Kassen spülte. So war es bislang möglich, bereits vier Spieler für Ablösesummen zu erwerben – früher war das undenkbar. Im Gegenzug wird der Kader leicht verschlankt.

Was macht das zweite Jahr schwieriger?

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Durch die Aufstiege von Bochum und Fürth ist Arminia in der Bundesliga-Hackordnung auf Platz 16 vorgerückt und muss sich wieder beibringen, hin und wieder Favorit zu sein. Auch kennt die Liga allmählich den DSC-Stil, die Konkurrenz unter großem Laufaufwand mürbe zu machen und selbst recht schnörkellos, gerne auch mit dem weiten Schlag des Torhüters Angriffe zu initiieren. Es ist kein Geheimnis, dass Arminia im eigenen Ballbesitz vielseitiger werden will. Und muss.

Reichen 26 Tore Arminia Bielefeld nochmals zum Klassenerhalt?

Höchstwahrscheinlich nicht, denn historisch gesehen stellte Arminia zuletzt einen Bundesliga-Bestwert auf: Nie zuvor war einer Mannschaft mit derartiger Ladehemmung der direkte Nichtabstieg geglückt. „Zielstrebiger, mutiger, präziser werden“ – das sind die Vorgaben von Trainer Frank Kramer, der Anfang März Vorgänger Uwe Neuhaus zum Unmut der Fans ablöste. Kramer aber avancierte schnell selbst zum Sympathieträger: 17 Punkte holte Bielefeld unter dem früheren Englisch- und Sportlehrer in zwölf Spielen und brauchte dafür nur neun selbst erzielte Treffer. So kürte sich Arminia zum „Effizienzmeister“, kein anderer Erstligist holte so viele Punkte pro geschossenes Tor.

Und wer soll das künftig umsetzen?

Auf Fabian Klos, der im Dezember 34 Jahre alt wird, liegt die Last nicht mehr allein: Janni Serra, Bryan Lasme und Florian Krüger heißen die neuen Hoffnungsträger im Sturm, keiner von ihnen ist älter als 23 Jahre und hat mehr als eine Million Euro gekostet. Sie kompensieren die Abgänge des japanischen Wirbelwindes Ritsu Doan, mit acht Torbeteiligungen gefährlichster Mann im DSC-Kader der Vorsaison, sowie von Andreas Voglsammer.

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