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Bundesliga-Vorschau
28.07.2021

Das T in TSG Hoffenheim steht für Talententwicklung

Einer der wenigen, die vergangene Saison ihr Traineramt in der Bundesliga behalten haben: Sebastian Hoeneß von der TSG Hoffenheim.
Foto: Thorsten Wagner, dpa

Vor Saisonstart stellen wir alle Bundesligaklubs und ihre Aussichten vor. Hoffenheim setzt auf Kontinuität. Am Ende der kommenden Saison soll ein besseres Resultat stehen, als der elfte Tabellenplatz.

Anders als viele Bundesligakonkurrenten setzt die TSG Hoffenheim auf dem Trainerposten auf Konstanz. Sebastian Hoeneß geht beim Kraichgau-Verein in seine zweite Spielzeit. Die erste war vom Verletzungspech und vielen Coronafällen dominiert und endete auf Rang elf. In der zweiten gelten nun andere Maßstäbe und höhere Ziele.

Für was will die TSG Hoffenheim in ihrer mittlerweile schon 14. Bundesligasaison stehen?

Nach drei Europapokal-Qualifikationen in vier Spielzeiten landete die TSG Hoffenheim zuletzt im tabellarischen Niemandsland. Drum stellt man im Kraichgau gern ein positives Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund: In der Vorsaison war die TSG 1899 der einzige Erstligist, der gleich vier 18-Jährige einsetzte. „Welcher andere Bundesligist macht das? Sie werden keinen anderen finden“, sagt Alexander Rosen über die Rolle des Vereins. Das T im Vereinsnamen, es steht für Talententwicklung. Das Motto Jugend forsch(t) dürfte auch in dieser Saison seine Fortsetzung finden.

Auf wen sollte man dabei achten?

Tom Bischof ist gerade erst 16 geworden. Schon absolviert er die Vorbereitung mit dem Profiteam. „Er ist eines der größten Talente, die wir haben“, sagt Trainer Sebastian Hoeneß. Gleich 14 Spieler aus der eigenen Akademie waren im Trainingslager dabei. „Jahr für Jahr bringen wir die meisten Akademiespieler hoch, dafür wollen wir weiter stehen“, sagt Rosen. Klar ist aber auch: Die TSG muss attraktiveren Fußball liefern als noch in der Vorsaison. Sonst herrscht ziemlich schnell ziemlich schlechte Stimmung unter den Fans. Egal, ob im Stadion verbal geäußert oder im Internet schriftlich.

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Wer hat das Zeug zum neuen TSG-Topstar?

Christoph Baumgartner will immer gewinnen, selbst wenn es nur im Trainingslager am Tegernsee per Fahrrad vom Fünf-Sterne-Seehotel Überfahrt zum Trainingsplatz geht. Da zeigte der 21-Jährige beim Zielsprint seine Qualitäten und distanzierte die Kollegen. Noch stärker ist der offensive Mittelfeldmann auf dem Spielfeld, das war auch bei der EM zuletzt zu sehen. „Er kann ein absoluter Topstar werden“, sagt Rosen über den Österreicher, der im Testspiel gegen Fürth zuletzt sogar die Kapitänsbinde trug.

Was hat sich personell getan?

Sebastian Rudy war eigentlich gar nicht weg (zwei Mal von Schalke ausgeliehen). Nun ist der Hoffenheimer Rekordspieler (252 Bundesligaeinsätze) wieder fest im Kraichgau – und beide Seiten wissen vor ihrer zehnten gemeinsamen Erstligasaison, was sie aneinander haben. Als Herausforderer startet Mittelfeldmann Angelo Stiller bei der TSG. Sein Vorteil: Er spielte bereits in der FC-Bayern-U23 unter Coach Sebastian Hoeneß. Das Zeug zum Stammspieler bringt David Raum mit, der die TSG gerade bei Olympia vertritt. Raum erfüllt das klassische Beuteschema von Sportdirektor Rosen. Herausragendes, ablösefreies Talent der 2. Liga. Dazu dürfte der U21-Nationalspieler die ideale Lösung auf der TSG-Problemposition hinten links sein. Der Kader wird bis zu Saisonbeginn noch verschlankt. Profis wie Joshua Brenet, Ishak Belfodil und Kasim Adams sind ohne Perspektive. Ein Innenverteidiger dürfte noch kommen, der Chris Richards heißen soll (erneute Leihe vom FC Bayern?). Schmerzhaft wäre der Sommer-Verlust von 20-Tore-Stürmer Andrej Kramaric und Florian Grillitsch, ihre Verträge laufen in einem Jahr aus.

Was ist für die Hoeneß-Elf nach der durchwachsenen Vorsaison drin?

Sicherlich mehr als in der lange sehr mauen Spielzeit 2020/21. Die obere Tabellenhälfte ist Pflicht mit diesem Kader. Alexander Rosen spürt die Unzufriedenheit bei seinen Profis: „Wir sind besser als Platz elf.“

Der Kader bietet einen breit aufgestellten Mix aus Jugend und Erfahrung. Die personelle Fluktuation ist gering, Trainer und Mannschaft kennen einander, sind aufeinander eingestellt. Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Ohne Europa-League-Teilnahme ist mehr Training möglich. Die Hoffnung ist deshalb sehr groß, nicht mehr nur bei den teaminternen Corona-Fällen oder Verletzten in der Bundesliga-Tabelle oben zu stehen.

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