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Debatte um Nationaltorhüter

16.09.2019

Bundestorwarttrainer Köpke zeigt Verständnis für ter Stegen

Wollen beide im Tor der Nationalmannschaft stehen: Manuel Neuer (l) und Marc-André ter Stegen.
Bild: Christian Charisius, dpa

In der Debatte um die Nummer eins im deutschen Tor hat Bundestorwarttrainer Andreas Köpke Verständnis für Marc-André ter Stegen geäußert.

"Ich kann die Unzufriedenheit von Marc-André verstehen", sagte der 57 Jahre alte Europameister von 1996 der Tageszeitung "Die Welt". "Aber es ist nun einmal eine Position, auf der wir stark besetzt sind und man leider nicht jedem Torhüter gerecht werden kann." Köpke betonte, dass er "kein Problem" mit den jüngsten Aussagen der beiden habe, weil "da nichts unter die Gürtellinie gegangen ist".

Ter Stegen hatte es als "schweren Schlag" bezeichnet, dass er bei den jüngsten EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) nicht zum Einsatz gekommen war. Neuer hatte daraufhin nach dem Bundesliga-Spitzenspiel seines FC Bayern am Samstag bei RB Leipzig (1:1) mehr Teamgeist von ter Stegen angemahnt und zu verstehen gegeben, dass er sich weiter als die Nummer eins in der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw sieht.

Köpke betont: "Wichtig ist, dass der Respekt da ist"

Köpke betonte, dass auch Bernd Leno (FC Arsenal) und Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) in ihren Clubs Stammtorhüter seien: "Wichtig ist, dass Respekt da ist und wir im Hinblick auf die EM 2020 eine Mannschaft formen, die eng zusammen steht."

Löw hatte offenbar geplant gehabt, ter Stegen gegen Nordirland spielen zu lassen. Nach mehreren Ausfällen hatte er nach der Holland-Niederlage allerdings das Team nicht auch noch auf der Torwart-Position verändern wollen. Ter Stegen werde zu Einsätzen kommen, hatte Löw noch in Belfast betont. (dpa)

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