
FC Bayern: Verletzt, keine Form, gesperrt - aber nicht chancenlos

Robben verletzt, Schweinsteiger gesperrt, Klose außer Form. Vor dem Spiel gegen Manchester United spricht nichts für den FC Bayern. Trotzdem sind die Münchner so etwas wie der Angstgegner für ManU. Von Lisa Peeters
Der FC Bayern wird es morgen nicht leicht haben gegen den Spitzenklub Manchester United im Viertelfinale der Champions-League (ab 20.45Uhr auf SAT.1). Der Tabellenführer der Premier League unterstrich am Wochenende mit seinem 4:0-Sieg gegen die Bolton Wanderers seine überragende Form.
Auch ohne Starstürmer Wayne Rooney, der für das Spiel in der Allianz Arena geschont wurde, fuhren sie damit den siebten Sieg in Serie ein. Währenddessen verfolgt die Bayern das Pech. Louis van Gaals Vorhaben, Robben und Ribéry für die Königsklasse zu schonen, ging nach hinten los. Nach dem Ausgleichstreffer des VfB Stuttgart setzte er Arjen Robben doch ein, um noch einen Sieg nach Hause zu holen. Kurz vor Abpfiff wollte Robben das Spiel mit einer Einzelaktion drehen. Resultat davon war eine Zerrung in der linken Wade und damit ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz im Spitzenspiel am Dienstag. Ein Ausfall des Topstürmers wäre für die Bayern ein herber Rückschlag. Nur der Holländer hatte in den vergangenen Liga-, Pokal- und Champions-League-Spielen die entscheidenden Tore für sein Team geschossen. "Es würde uns weh tun, falls er ausfällt", bestätigt auch Philipp Lahm.
Nach den Sofortmaßnahmen des Mannschaftsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt - Massagen, Spritzen und Elektroreize - sorgte der lächelnde Robben wieder für Hoffnung bei der Mannschaft. Er fühle sich schon besser als nach dem Stuttgart-Spiel, ein Einsatz sei aber trotzdem eher unwahrscheinlich. Eine endgültige Entscheidung wird wohl erst kurz vor Spielbeginn fallen.
Zu allem Überfluss ist Bastian Schweinsteiger am Dienstag gesperrt, Miroslav Klose glücklos und Mario Gomez angeschlagen. Er wird am Dienstag zwar im Kader stehen, musste aber verletzungsbedingt die vergangenen drei Wochen aussetzen und stieg erst am Sonntag wieder in das Mannschaftstraining ein.
Nach der ersten Heimniederlage der Saison scheinen die Bayern zu einem unglücklichen Zeitpunkt auf den englischen Topklub ManU zu treffen. Dennoch ist der deutsche Verein nicht gerade Manchesters Wunschgegner. Die Statistik spricht deutlich für das Team um Louis van Gaal: Siebenmal trafen die beiden Kontrahenten bisher aufeinander, die Red Devils landeten gerade mal einen Sieg. Es wird morgen hart werden, dieser Statistik gerecht zu werden. Lisa Peeters
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