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Fußballkultur

22.03.2017

Chicago: Das erwartet Schweini in seiner neuen Heimat

Eindrucksvolles Panorama: Zahlreiche Filmproduzenten drehen in Chicago. Foto: Michael Zehender
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An der beeindruckenden Skyline von Chicago kann sich bald auch Bastian Schweinsteiger erfreuen.
Bild: Michael Zehender (dpa)

Bastian Schweinsteiger hat sich einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht, um seine Karriere fortzusetzen. Doch die Stadt, die Liga und sein neuer Verein Chicago Fire haben ihren Reiz.

Mit dem Wechsel in die USA hat sich Bastian Schweinsteiger ein interessantes Umfeld für sein Karriere-Ende ausgesucht. Wir stellen euch die wichtigsten Bereiche aus Schweinis neuer Welt vor.

Die Stadt

Chicago ist mit rund vier Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der USA. Am Michigan-See gelegen, gilt die Stadt mit ihrer imposanten Skyline als die Geburtsstätte der modernen US-amerikanischen Architektur. Einwanderer aus Europa, Asien, Lateinamerika und Afrika haben das Erscheinungsbild und die Kultur Chicagos entscheidend geprägt und für einen internationalen Charakter der Stadt gesorgt.

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Hier wohnten bereits weltbekannte Persönlichkeiten wie Barack Obama, Al Capone und Michael Jordan. Den Reiz Chicagos machen heute die beeindruckende Architektur rund um den 527 Meter hohen Willis Tower, die große Anzahl an Theatern und Museen, das ausschweifende Nachtleben, die einzigartige Jazz- und Bluesszene und die ethnische Vielfalt aus. Da passt eine Brise "Schweinsteigersche-Lebensfreude" aus Bayern doch ganz gut dazu. Bis 2013 spielte auch der ehemalige deutsche Nationalspieler Arne Friedrich bei Chicago Fire. Gegenüber Eurosport sagte er: "Chicago hat eine unglaublich hohe Lebensqualität. Dort hatte ich im Nachhinein die schönste Zeit."

Die Liga

Die Major League Soccer (MLS) galt schon immer als "Rentnerparadies" für Fußballstars. Pele, Franz Beckenbauer, Gerd Müller: die Liste der Fußballer, die nach ihren glorreichen Jahren ihre Karriere in der USA haben ausklingen lassen ist endlos. In den vergangenen Jahren machten sich dort unter anderem auch der englische Superstar David Beckham, der italienische Mittelfeldregisseur Andrea Pirlo und der Brasilianer Kaka einen Namen.

Die MLS besteht aktuell aus 20 Mannschaften, davon kommen 17 aus den USA und drei aus Kanada. Eine Saison dauert von März bis Dezember und startet mit der Regular Season, in der jede Mannschaft 34 Spiele austrägt. Die erfolgreichste Mannschaft gewinnt den MLS Supporters Shield. Anschließend tragen die zehn besten Mannschaften der Liga die sogenannten MLS Cup Playoffs aus. Amtierender Meister sind die Seattle Sounders mit den ehemaligen Bundesliga-Profis Nelson Valdez und Andreas Ivanschitz. Arne Friedrich zufolge wird sich für Schweini in Amerika einiges ändern: "Die Presse darf bei Spielen in die Kabine und bei Auswärtsspielen bekommt man morgens einen Briefumschlag mit Dollars, um sich Frühstück zu kaufen."

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Bild: Martin Athenstädt (dpa)

Der Verein

Chicago Fire ist der größte Fußballverein Chicagos und zugleich der einzige Verein in der Region, der in der MLS spielt - wobei die Heimatstätte, der 22.000 Zuschauer fassende Toyota-Park, sich etwa 20 Kilometer südlich von Chicago befindet. Am 126. Jahrestag des großen Brandes von Chicago, der 1871 große Teile der Innenstadt vernichtete, wurde der Verein gegründet. Das Management besteht aus Besitzer Andrew Hauptman, Geschäftsführer Atul Khosla und General Manager Nelson Rodríguez. Der neue Trainer von Bastian Schweinsteiger ist der Serbe Veljko Paunovic, ehemaliger Spieler von Hannover 96 und Atletico Madrid und zugleich ein privater Bekannter von Bastian Schweinsteigers Frau Ana Ivanovic.

Die Mannschaft besteht aus in Deutschland weitgehend unbekannten Fußballprofis und belegte in der vergangenen Saison den letzten Platz. Namhaftester Spieler ist der ungarische Nationalstürmer und aktuelle Torschützenkönig Polens Nemanja Nikolic, der erst im Dezember von Legia Warschau geholt wurde. Zur sportlichen Situation sagt Arne Friedrich: "Erfolgstechnisch war es in der letzten Zeit bei Chicago leider nicht so toll. Aber ich bin mir sicher, dass sie dieses Jahr gute Chancen haben, die Playoffs zu erreichen." Mit einem verletzungsfreien Bastian Schweinsteiger ist dem Nichts hinzuzufügen.

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