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Corona
18.08.2020

DFL weist Kritik von Pharmakologe Sörgel an Fan-Konzept zurück

Übt heftige Kritik an den DFL-Plänen zur Fan-Rückkehr: Fritz Sörgel.
Foto: Daniel Karmann/dpa

Der Pharmakologe Fritz Sörgel hatte der Deutschen Fußball Liga ein schlechtes Management vorgeworfen - die konterte nun.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat auf die Kritik des Pharmakologen Fritz Sörgel bei der angestrebten Fan-Rückkehr in die Stadien reagiert. Der Wissenschaftler hatte im Interview mit unserer Redaktion der DFL ein schlechtes Management vorgeworfen und gefordert, dass - ähnlich wie bei Konzertbesuchen - ein Stadionbesuch simuliert werden sollte. "Keinen Alkohol zu erlauben, die Ankunft der Fans zu organisieren, die Nachverfolgbarkeit und die Abstände garantieren - das muss momentan jeder Dorfverein machen."

Die DFL wies die Kritik nun zurück. "Die Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb setzt sich bereits seit einigen Wochen intensiv mit Ansätzen für eine wissenschaftliche Begleitung des weiteren Sonderspielbetriebs unter anderem in der Bundesliga und 2. Bundesliga auseinander und befindet sich zur Ausgestaltung derzeit in Kontakt mit mehreren wissenschaftlichen Institutionen", sagte ein Sprecher. 

Die DFL setzt auf ein Stufenkonzept bei der Wiederbefüllung der Stadien

Mit Blick auf eine mögliche Rückkehr von Zuschauern sei es zunächst das Ziel, Perspektiven von Fachleuten aus verschiedenen Bereichen zusammenzuführen und ein konkretes Vorgehen zu vereinbaren", hieß es weiter. "Dabei wird aktuell ein stufenweise organisiertes Vorgehen favorisiert, bei dem mögliche erste Schritte mit einer relativ kleinen Anzahl an Zuschauern zunächst evaluiert würden, um die Erkenntnisse daraus in weitergehende Maßnahmen einfließen zu lassen."

Für Sörgel kommen diese Schritte der DFL zu spät. "Christian Seifert hat ja mal angekündigt, dass es eine wissenschaftliche Begleitung geben soll, aber man sieht davon nichts. Irgendwann muss man schon präzise und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar angeben, wie das aussehen soll", sagte der 69 Jahre alte Wissenschaftler. (dpa)

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