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Coronavirus-Pandemie
17.01.2021

Früher IOC-Vize: UN in Olympia-Entscheidung einbinden

Kevan Gosper, ehemaliger Vizepräsident des IOC.
Foto: ANDREW_GOMBERT/EPA/dpa

Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie hat der ehemalige IOC-Vizepräsident Kevan Gosper die Einbindung der Vereinten Nationen in die Entscheidung über die Olympischen Spiele im Sommer in Tokio vorgeschlagen.

"Wenn man nach einem Dritten sucht, der erkennt, dass es sich bei der globalen Covid (Pandemie) und ihren Auswirkungen nicht mehr nur um ein Thema handelt, das nur mit dem Sport zu tun hat oder nur mit nationalen Interessen, dann könnte man sich an die Vereinten Nationen wenden und sie bitten, bei der Entscheidung, ob die Spiele stattfinden oder nicht, mitzuwirken", sagte Gosper dem australischen TV-Sender ABC.

Es sei im Interesse der allgemeinen Gesundheit der Athleten, der Organisatoren, der Zuschauer und des Rests der Welt, "weil wir über etwas sprechen, das potenziell Vertreter von 205 Ländern einbeziehen wird", meinte der 87 Jahre alte Australier.

Gastgeber Japan und das Internationale Olympische Komitee bekräftigten zuletzt, an ihren Plänen für "sichere und geschützte Spiele" im Juli und August festhalten zu wollen. Wegen der Corona-Pandemie waren die für das Vorjahr geplanten Tokio-Spiele um ein Jahr verschoben worden. Die Olympischen Spielen sollen nun in diesem Jahr am 23. Juli beginnen und bis zum 8. August dauern. Etwa 11 000 Athletinnen und Athleten werden erwartet. Der neue Etat sieht mittlerweile deutlich höhere Kosten von 12,6 Milliarden Euro vor.

Als ein möglicherweise entscheidendes Datum, ob die Spiele stattfinden, gilt der 25. März. Dann soll der Fackellauf in Japan starten, an dem 10.000 Läuferinnen und Läufer teilnehmen. In der Bevölkerung des Gastgeberlandes wächst hingegen wegen der steigenden Corona-Zahlen die Skepsis an dem Mega-Event. Eine große Mehrheit der Japaner hat sich in Umfragen dagegen ausgesprochen.

© dpa-infocom, dpa:210117-99-58799/2 (dpa)

Bericht TV-Sender ABC

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