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Verweigerte Anerkennung

30.08.2019

DOSB-Boss Hörmann kontert Kritik am E-Sport-Gutachten

Vertritt eine klare Position zum Thema E-Sport.
Bild: DOSB/Jörg Carstensen (dpa)

Präsident Alfons Hörmann hat die harsche Kritik von Experten und Politikern am DOSB-Gutachten über fehlende Gemeinnützigkeit des E-Sports gekontert.

"Die Werte des Sports sind uns wichtiger als die weitere Kommerzialisierung. Wir können nicht über Killer-, Kriegs- und sonstige Spiele - bildlich gesprochen - unsere Zukunft definieren", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist unsere klare Positionierung. Da gibt es hundertprozentige Übereinstimmung in unseren 101 Mitgliedsorganisationen."

In dem DOSB-Rechtsgutachten heißt es, dass der Begriff Sport "durch die langjährige Rechtssprechung im traditionellen Sinne der Anforderungen an die Körperlichkeit konkretisiert" sei. Jegliches Spiel an der Konsole falle nicht unter diesen und sei "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts". Der Gemeinnützigkeit des E-Sports als Sport erteilte das Gutachten deshalb eine Absage.

Es habe auch viele positive Reaktionen gegeben, sagte Hörmann. Auf der Grundlage des Gutachtens werde man die Diskussion mit der Politik, dem E-Sport-Verband und allen Stakeholdern fortsetzen. "Mit Augenzwinkern: Je mehr Geld im Spiel ist, desto größer sind naturgemäß die Angriffe", meinte der DOSB-Präsident.

Für die E-Sport-Szene sei das ablehnende Gutachten "naturgemäß erst mal ein verwehrter Ritterschlag. Weil es am Ende natürlich für E-Sport die Krönung wäre, wenn man sich als Mitglied unter dem Dach des deutschen Sport ausgeben und damit das Thema der Gemeinnützigkeit vorantreiben könnte", betonte Hörmann. "Die Heftigkeit der Reaktionen freut mich insofern, weil sie zeigt, dass wir uns klar positioniert haben." (dpa)

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