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Coronavirus

11.01.2021

DOSB-Chef: Höhere Auflagen für nicht geimpfte Sportler?

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), spricht in der DOSB-Zentrale bei einer Pressekonferenz.
Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

Alfons Hörmann geht nicht von einer Impfpflicht für Sportlerinnen und Sportler bei den Sommerspielen in Tokio aus.

In einem Interview der "Augsburger Allgemeine" sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes auf die Frage, ob ein Szenario denkbar sei, dass nur geimpfte Sportler nach Tokio dürften: "So weit wird es in letzter Konsequenz nicht kommen." Hörmann rechnet aber mit "vermutlich" sehr spannenden Diskussionen zu dem Thema.

Verpflichtende Impfungen für Athletinnen und Athleten gegen das Coronavirus hat auch der Chef des Internationalen Olympischen Komitees, Thomas Bach, bereits ausgeschlossen. Er hatte sich aber für eine möglichst umfassende Impfung ausgesprochen. Im kommenden Sommer sollen in Japan die Olympischen Spiele nachgeholt werden, die im Sommer vergangenen Jahres wegen der Pandemie nicht hatten stattfinden können.

Wenn man Chancen und Risiken abwäge, "werden auf nicht geimpfte Sportler sicherlich erhöhte Auflagen zukommen", sagte nun DOSB-Boss Hörmann: "Jeder Sportler muss für sich abwägen, ob Impfen nicht sinnvoller ist."

Bei aller Hoffnung, "dass sich die Impfszenarien so entwickeln, dass man im Lauf der nächsten Monate guten Gewissens die betroffenen Sportler und Betreuer impfen kann", bekräftigte der 60-Jährige erneut, dass Sportlerinnen und Sportler keine Sonderrolle einnehmen sollten. "Wir werden uns da in keiner Weise vordrängen", betonte er.

© dpa-infocom, dpa:210110-99-973679/2 (dpa)

DOSB-Präsidium

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