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Handball-EM 2020

09.01.2020

Dank eigenem Koch zum Sieg? - Handballer vor EM positiv

Erstmals wird ein eigener Koch das Team von Christian Prokop verpflegen.
Foto: Axel Heimken, dpa

Bei der EM werden die deutschen Handballer erstmals von einem eigenen Koch begleitet. Ob dessen Speisen der DHB-Auswahl auch zum erhofften Auftaktsieg verhelfen?

Was soll da schon schiefgehen? Beim Auftakt zur Europameisterschaft sind die deutschen Handballer am Donnerstagabend (18.15 Uhr/ZDF) gegen die Niederlande klarer Favorit.

Trotzdem warnte Bundestrainer Christian Prokop seine Mannschaft vor dem ersten Spiel in Trondheim, den Gegner zu locker zu nehmen. Ansonsten spricht aber fast alles für die DHB-Auswahl, die beim Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden eine Medaille gewinnen will.

DIE SPIELER

Trotz erheblicher Verletzungssorgen im Rückraum ist die deutsche Mannschaft auf allen Positionen besser besetzt als die Niederländer. Wenn man gegen Deutschland gewinnen wolle, brauche man 120 Prozent - und die Deutschen höchstens 70 Prozent, sagte Bundesliga-Profi Fabian van Olphen vor dem ungleichen Nachbarschaftsduell. Ein Sieg der deutschen Mannschaft ist daher fest eingeplant, er soll die Grundlage für das mit Spannung erwartete zweite Gruppenspiel am Samstag gegen Titelverteidiger Spanien legen.

DIE ERFAHRUNG

Deutschland nimmt zum 13. Mal an einer Europameisterschaft teil, die Niederländer sind erstmals dabei - allein das verbuchten sie bereits als Erfolg. Zweimal (2004 und 2016) hat die DHB-Auswahl zudem schon das Turnier gewonnen. Im Idealfall gelingt das auch in diesem Jahr.

Die Mentalität

Achtung, diesen Satz werden Sie in den kommenden Wochen noch öfter zu lesen oder hören bekommen: Der Handball ist die bodenständige Variante zum Fußball. Bei der nun gestarteten Handball-Europameisterschaft bekommen die ansonsten weniger beachteten Sportler die Gelegenheit, sich zu präsentieren. Und ja: Es scheint tatsächlich etwas dran zu sein an der Geschichte mit der Bodenständigkeit. Während der Kicker sich nach jedem Schubser auf dem Rasen wälzt, als ob er gerade von einem Scharfschützen niedergestreckt worden wäre, nimmt der Handballer die Schmerzen eines Handkantenschlags mit stoischer Gleichmut hin. Zudem scheint der Hallensport-Normalo deutlich geerdeter zu sein als der Profi-Fußballer. Letzterer ist meist so tätowiert wie ein Seebär nach mehrmonatiger Kaperfahrt und trägt Turnschuhe, die den Gegenwert eines gebrauchten Kleinwagens haben.

DIE ERNÄHRUNG

Um etwas Wasser in den Wein zu gießen, taugt aber diese Nachricht: Erstmals hat die deutsche Handball-Nationalelf bei einem Großturnier einen eigenen Koch dabei. Für den Fußball-Profi ist das ein alter Hut: Die Nationalelf setzt seit Urzeiten eine eigene Verpflegung und Top-Teams wie der FC Bayern greifen selbst bei Auswärtsspielen unter der Woche auf die Künste von Alfons Schuhbeck zurück. Für die Handballer ist das allerdings eine Neuerung, wie Nationalspieler Kai Häfner betonte: Beim neuen Koch „freut man sich immer aufs Essen“. Angesichts dieser Aussage ist man zwar geneigt zu fragen, was der DHB-Auswahl in den vergangenen Jahren denn alles serviert wurde. Doch wenn’s am Ende mit dem EM-Titel klappt, lags sicher auch an der Küche. Ob das dann bodenständig ist oder nicht, ist eigentlich egal. (eisl- mit dpa)

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