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Skispringen

13.03.2018

Das Beste seit zwei Monaten: Schuster lobt Freitag trotz Platz fünf

Bei Olympia war Richard Freitag gestürzt.
Bild: Daniel Karmann, dpa (Archiv)

Richard Freitag war nahe dran, die Vierschanzentournee und den Gesamtweltcup zu gewinnen. Doch der Innsbruck-Sturz hat vieles verändert.

Podestplatz verfehlt und dennoch viel Lob vom Bundestrainer bekommen: Richard Freitag hat bei der Raw-Air-Tour der Skispringer in Lillehammer trotz eines fünften Platzes überzeugt. Zwar sind bereits bei Halbzeit der Zehn-Tage-Tour mit 16 Wertungssprüngen alle Chancen auf eine vordere Platzierung dahin - Freitag ist als bester DSV-Adler Achter -, doch für Werner Schuster zählt mittlerweile einzig und allein die Tageswertung und damit die Platzierung im Gesamtweltcup. Und da liegt Freitag nach wie vor auf Platz zwei hinter Kamil Stoch. 

Der Pole bestätigte am Dienstag seine Ausnahmeform auch in Lillehammer, siegte mit 27 Punkten Vorsprung vor seinem Landsmann Dawid Kubacki und hat in der Tour-Wertung bereits unglaubliche 56,2 Zähler Vorsprung vor dem diesmal drittplatzierten Norweger Robert Johansson. Für Stoch war es der 28. Weltcup-Erfolg seiner Karriere, mit dem er zu Martin Schmitt aufschloss, der in der ewigen Bestenliste Sechster ist.

Schuster: "In Lillehammer hat wieder einiges geklappt, was zuletzt in Oslo nicht mehr funktionierte"

Freitag ärgerte sich über seine Sicherheitslandung im zweiten Durchgang. Bei 141,5 Meter landete er aus großer Höhe kommend, deutete bereits die Telemark-Landung an, zog dann aber kurzfristig den Fuß wieder zurück und kachelte den Sprung in den Schnee. Die Punktabzüge kosteten ihm einen Platz ganz vorn. "Das ist sehr ärgerlich. Das kam aus dem Bauch heraus, alles unterbewusst", sagte der Sachse.

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Für seinen Coach war das alles halb so schlimm. "Es waren die beiden besten Sprünge von Richie seit zwei Monaten. Das hat er fantastisch gemacht, wie er sie von oben bis unten durchgezogen hat. Schade, denn diese Leistung war absolut podestreif", sagte Schuster im ZDF.

Insgesamt war er mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. Karl Geiger wurde Elfter, Olympiasieger Andreas Wellinger 13., Markus Eisenbichler 16. "Die ganze Geschichte gestaltet sich mittlerweile etwas zäh", analysierte Schuster. "Doch in Lillehammer hat wieder einiges geklappt, was zuletzt in Oslo nicht mehr funktionierte."

Damit meinte er auch Olympiasieger Wellinger. "Er hat einen massiven Absprungfehler eingebaut, ich hoffe, wir kriegen das ganz schnell wieder hin. Aber Andi ist 22, hat in dieser Saison viel geleistet. Da kann so etwas auch mal passieren", betonte der Bundestrainer. (Gerald Fritsche, dpa)

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