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Eishockey

01.03.2018

Das war es dann wohl

Nach dem 5:6 gegen Bremerhaven haben die Augsburger Panther nur noch minimale Chancen auf die Play-offs. Die Schiedsrichter geben bei der Niederlage keine gute Figur ab

Die Ausgangslage war klar: Die Panther hätten das gestrige Heimspiel gegen Bremerhaven gewinnen müssen, um ihre Mini-Chance auf die Play-offs zu wahren. Das Vorhaben schlug fehl. Mit 5:6 (2:2, 2:4, 1:0) unterlag die Mannschaft von Trainer Mike Stewart. Damit ist der rettende Platz zehn nur noch theoretisch erreichbar. Doch der Coach glaubt noch an die Möglichkeit, die Saison zu verlängern: „Es ist noch immer möglich, dass wir in die Play-offs kommen. Ich gebe nicht auf. Das heißt, dass die Mannschaft auch nicht aufgibt.“

Um doch noch die Play-offs zu erreichen, müsse man aber „einfach besser spielen. Wir haben viel hergeschenkt.“ Gegen Bremerhaven hätte aber sogar beinahe eine mäßige Leistung gereicht, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. „Wir hatten unsere Chancen und haben sie nicht genutzt“, fasste Stewart die Partie zusammen.

Im Mittelpunkt standen gestern Abend phasenweise aber nicht die beiden Mannschaften, sondern die Schiedsrichter. Mark Lemelin und André Schrader sorgten dafür, dass die Strafbänke nahezu durchgehend besetzt waren. Für Lemelin, Austauschschiedsrichter aus der ersten österreichischen Liga, war der gestrige Auftritt im Curt-Frenzel-Stadion das dritte Spiel mit deutscher Beteiligung innerhalb kurzer Zeit. Der US-Amerikaner mit NHL-Erfahrung hatte bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Viertelfinale der Nationalmannschaft gegen Schweden als auch das Finale gegen Russland geleitet.

Gestern allerdings herrschte des Öfteren Verwirrung ob seiner Entscheidungen. Sicher war nach 20 gespielten Minuten nur, dass alle vier Tore des ersten Abschnitts in Über- oder Unterzahl gefallen waren. Die Gäste aus Bremerhaven trafen erst in Überzahl durch Michael Moore (7.), dann in Unterzahl. Wieder war Moore der Torschütze (8.).

Die Panther wirkten fahrig, der Druck des Gewinnenmüssens lastete schwer auf den Schultern. Es fehlte an Konsequenz und Konzentration. Auch der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Thomas Holzmann (9./Überzahl) gab den Hausherren keine Sicherheit. Trotzdem glich Gabe Guentzel zum 2:2 aus (19./Überzahl).

Nach der ersten Pause bot sich den 4447 Zuschauern ein unverändertes Bild. Beide Mannschaften spielten hart an der Grenze des Erlaubten. Zu selten herrschte aber Klarheit darüber, wann sie überschritten war. Die Folge: eine Flut an Strafzeiten, die nicht immer nachvollziehbar waren. Nicht nachvollziehbar war in Teilen aber auch die Leistung der Panther. Die Defensive wackelte ein ums andere Mal bedenklich, in der Offensive assistierte zu oft der Zufall. Die Gäste machten das Beste aus dem ganzen Durcheinander und schossen Tore. Jordan Owens zum 2:3 (22.), Wade Bergman zum 2:4 (24./Überzahl) und Kristopher Newbury zum 2:5 (25./Überzahl) stellten die Gastgeber vor eine schier unüberwindbare Hürde. Immerhin: Simon Sezemsky (27./Überzahl) und Trevor Parkes (32./Überzahl) brachten die Panther wieder auf 4:5 heran. Für Parkes war die Partie dann allerdings beendet. Nach einem harten Check gegen Nicolas Jensen an der Bande schickten ihn die Schiedsrichter vorzeitig zum Duschen. Eine Entscheidung, die Mike Stewart hinter der Bande zur Weißglut trieb.

Den Schlusspunkt in einem turbulenten zweiten Drittel setzte Bremerhaven. Jason Bast bugsierte den Puck zum 4:6 über die Linie (35.). Erst nach Videostudium fand der Treffer Anerkennung, denn der Puck war vom Schlittschuh des Torschützen abgeprallt. Auf Augsburger Seite herrschte, mal wieder, Fassungslosigkeit. Die Panther gaben sich nicht auf. Jaroslav Hafenrichter arbeitete die Scheibe zum 5:6 ins Tor (49./Überzahl). Dabei blieb es.

Augsburg Roy –Lamb, Valentine; Dinger, Guentzel; Cundari, Tölzer; Sezemsky – Parkes, LeBlanc, White; Schmölz, Trupp, Holzmann; Hafenrichter, Stieler, Samuels-Thomas; Detsch, Kretschmann, Polaczek

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