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27.06.2017

Der Held darf nicht kommen

Jan Ullrich

Jan Ullrich ist bei der Tour unerwünscht

Düsseldorf Auf der Liste der eingeladenen VIPs stehen die Namen Fürst Albert und Rudolf Scharping. Der des einzigen deutschen Tour-de-France-Siegers Jan Ullrich fehlt. Die große Fete zum Grand Départ der Frankreich-Rundfahrt in Düsseldorf soll am Wochenende ohne den Auslöser des Radsport-Booms in Deutschland vor 20 Jahren stattfinden. „Jan ist am Freitag nach Bocholt zur 20-Jahr-Feier seines Toursieges 1997 eingeladen – dort wird er ein Charity-Rennen fahren“, erklärte Ullrichs Freund und Ex-Profi Andreas Klöden.

„Ich bin auch nicht eingeladen, werde aber geschäftlich in Düsseldorf sein“, erklärte der Tourzweite von 2004 und 2006. Ullrich und Klöden gelten als Vertreter des „alten Radsports“ mit starken Verstrickungen in Doping-Affären. Ullrich wurde 2006 in Verbindung zum Dopingarzt Eufemiano Fuentes gebracht. Seine Verfehlungen wurden ihm nach langen Recherchen nachgewiesen, der Internationale Sportgerichtshof CAS sperrte ihn 2012 für zwei Jahre.

Bei „Rund um Köln“ sollte er Anfang des Monats als Sportlicher Leiter resozialisiert werden. Das Vorhaben platzte nach unbedachten Äußerungen des Veranstalters zum Thema Doping – und am Einspruch der ARD. Der Tour-Veranstalter ASO und die Düsseldorfer wollen Ullrich nicht. Sie haben aber keine Schwierigkeiten damit, die Team-Präsentation am Donnerstag auf dem Burgplatz von Marcel Wüst (neuerdings auch im Verband für Kommunikation zuständig) und Jens Voigt moderieren zu lassen.

Der ehemalige Ausreißerkönig Voigt war einst von Kronzeuge Jörg Jaksche belastet worden, positiv getestet wurde er aber nie. Auch nicht vor vier Jahren bei Nachuntersuchungen von Urinproben der Skandal-Tour 1998. Während die Kontrollen bei Ullrich und Erik Zabel positiv ausfielen, reichte bei Voigt die vorhandene Urinmenge nicht mehr für eine Auswertung. (dpa)

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