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Hintergrund

03.09.2018

Der Internationale Sportgerichtshof CAS

Der Sitz des internationalen Sportgerichtshofes CAS ist im schweizerischen Lausanne.
Bild:  Frank May (dpa)

Der Internationale Sportgerichtshof CAS urteilt seit 1984 als letzte Instanz bei Streitfällen im Sport.

Grundlage des Court of Arbitration for Sport (CAS) in Lausanne sind vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geschaffene Statuten. Als Präsident fungiert der Australier John Coates.

1995 wurde der CAS nur in 13 Fällen angerufen. Inzwischen haben die 369 Richter aus 83 Ländern, darunter 17 aus Deutschland, alle Hände voll zu tun. 2008 stieg die Zahl auf 313 Verfahren. 2016 wurde gar die Rekordzahl von 599 Fällen erreicht. Damit stößt der CAS an seine Kapazitätsgrenze.

Verfahren zahlreicher prominenter Funktionäre oder Sportler fanden vor dem CAS statt. So wurden unter anderem im Zuge des FIFA-Skandals die Fälle des früheren Fußball-Weltverbandschefs Joseph Blatter und des Ex-UEFA-Präsidenten Michel Platini in Lausanne verhandelt. Auch prominente Dopingfälle wie das Verfahren der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein oder die Causa um Ex-Tour-de-France-Sieger Alberto Contador landeten vor den Sportrichtern in Lausanne.

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Bei Olympischen Spielen ist der CAS inzwischen mit einer Adhoc-Kommission vertreten. So hatten die Richter 2016 in Rio de Janeiro gerade im Zuge des russischen Dopingskandals Schwerstarbeit zu verrichten.

Seit Jahren gibt es Kritik am CAS, dass es sich nicht um ein unabhängiges Schiedsgericht handelt, weil die Institution durch die Verbände finanziert wird. (dpa)

CAS-Homepage

CAS-Mitteilung zu den Anhörungen

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