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Andreas Rettig und der FCA

20.12.2007

Der Problem-Manager

FCA-Manager Andreas Rettig.

Eineinhalb Jahre ist Andreas Rettig im Amt. Er hat beim FCA manches Problem gelöst, viel für die Professionalisierung des Vereins getan. Aber es scheint, als verursache der Manager auch Probleme.

Als im Frühjahr 2006 der Name des künftigen FCA-Managers bekannt wurde, ging ein Raunen durch Augsburg. Auch bundesweit wurde die Personalie aufmerksam registriert. Andreas Rettig - das ist einer der bekannteren Namen im Fußballgeschäft. Eineinhalb Jahre ist Rettig jetzt im Amt. Er hat viel bewirkt beim FCA, manches Problem gelöst, viel für die Professionalisierung des Vereins getan. Aber es scheint, als verursache der Manager auch Probleme.

Das Betriebsklima beim FCA jedenfalls sorgt derzeit für Gesprächsstoff in der Stadt. Kurz hintereinander haben die beiden Mannschaftsärzte Dr. Glötzinger und Dr. Pesch sowie der Busfahrer Christian Nehmer ihren Rücktritt eingereicht. Jeweilige Begründung: Probleme mit dem Manager.

Dass Rettig nicht unter die Rubrik "pflegeleicht" fällt, das haben auch andere schon erfahren. Das Verhältnis der meisten Augsburger Sportjournalisten zum FCA-Manager zum Beispiel ist inzwischen ziemlich gespannt. Man verkehrt jetzt bevorzugt per Fax miteinander. Rettig schickt gerne "Klarstellungen" und nimmt dabei auch die Mühe der Detailarbeit auf sich.

Der Problem-Manager

Beispiel Busfahrer-Rücktritt: Rettig fordert Klarstellung. Der FCA arbeite weiter mit dem Busunternehmen Ludwig Tours zusammen. In der Meldung zum Busfahrer-Rücktritt war mit keinem Wort die Rede davon, dass dieses Geschäftsverhältnis beendet sei, das Unternehmen wurde gar nicht erwähnt. Dennoch: Rettig beharrt auf "Klarstellung".

Dieser kompromisslose Kommunikationsstil verstört manchen. Auch im FCA selbst. Hinter vorgehaltener Hand sind auch aus dem Kreis der Spieler Klagen zu hören. Andererseits sind die Erfolge des Managers nicht von der Hand zu weisen. Rettig ist ein akribischer Dauerarbeiter, er ist gut organisiert, er besitzt beste Verbindungen in die höchsten Etagen des deutschen Fußballs. Seinem rhetorischen Schnellfeuer sind wenige Kontrahenten gewachsen.

Dass er den Verein zielstrebig zum mittelständischen Unternehmen der Unterhaltungsbranche umgebaut hat, das stößt aber selbst bei Freunden des Clubs nicht nur auf Zustimmung. Traditionalisten beäugen Rettigs Radikalkur skeptisch.

Lesen Sie weiter mit Teil 2 - Ändert Rettig seinen Kurs?

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