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Tourenwagen

13.08.2018

Die Aussteiger trumpfen auf

Auf seiner DTM-Abschiedstour präsentiert sich Mercedes schnell. Juncadella und di Resta siegen in Brands Hatch

Das Deutsche Tourenwagen Masters bleibt auf der Abschiedstour von Mercedes fest in der Hand des Stuttgarter Autobauers. Der schottische Sterne-Fahrer Paul di Resta feierte am Sonntag beim 12. von 20 Saisonläufen im englischen Brands Hatch den zweiten Sieg in diesem Jahr, bleibt in der Gesamtwertung aber deutlich hinter dem Spitzenreiter Gary Paffett. Der Engländer fuhr auf dem knapp vier Kilometer langen Traditionskurs südöstlich von London als Zweiter ins Ziel und machte den fünften Doppelerfolg für Mercedes in diesem Jahr perfekt.

Im ersten Rennen des Wochenendes am Samstag hatte bereits der Spanier Daniel Juncadella in einem Boliden der schwäbischen Marke triumphiert. „Ein Sieg zu Hause ist toll. Das war ein super Rennen für mich“, sagte der Brite di Resta. Seinem Rivalen Paffett reichte der zweite Platz, um seine Führung in der Meisterschaftstabelle zu festigen. Dort liegt der DTM-Champion von 2005 mit nun 177 Punkten vor di Resta (148), dem DTM-Meister von 2010. BMW-Pilot Marco Wittmann aus Fürth (110) liegt klar zurück. Damit könnte es in den verbleibenden acht Rennen zu einem Zweikampf der beiden Briten und einem reinen Mercedes-Duell kommen. „Den möglichen Sieg bei meinem Heimspiel habe ich schon beim Start verloren, als mich Paul überholt hat. Danach hat er das Rennen fehlerfrei beendet“, sagte Paffett.

Im Vergleich zu den vorherigen Rennen in Zandvoort vor vier Wochen baute er seinen Vorsprung auf di Resta sogar um zwei Punkte aus. „Genau das war hier mein Ziel.“ Di Resta und Paffett hatten sich auf dem Traditionskurs für frühe Boxenstopps entschieden und lagen damit richtig. Statt des von den Meteorologen angekündigten Regens blieb der Asphalt weitgehend trocken und bestätigte die Taktik von Mercedes. Dagegen wechselten die Audi-Piloten Jamie Green aus England und der gebürtige Neuwieder Mike Rockenfeller, die zwischenzeitlich das Feld anführten, die Reifen später und mussten sich dann hinter den Briten einordnen.

In der Schlussphase des Rennens kam Titelverteidiger René Rast (Minden) im Audi immer näher an Paffett heran, konnte auf dem engen Kurs aber nicht mehr an ihm vorbeiziehen und wurde Dritter. Am Samstag hatte Juncadella beim elften Saisonlauf seinen ersten DTM-Sieg überhaupt gefeiert. (dpa)

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