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Paris Saint-Germain

26.05.2019

Druck auf Trainer Tuchel wächst in nächster Saison

Trainer Thomas Tuchel hat seinen Vertrag bei Paris Saint-Germain bis 2021 verlängert.
Bild: Michel Euler/AP, dpa (Archiv)

Nach einem enttäuschenden Saison-Endspurt wird von Thomas Tuchel und dem französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain mehr erwartet.

Thomas Tuchel muss nun liefern. Ungeachtet seiner vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2021 steht der deutsche Coach beim französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain unter Druck. Die offizielle Bekanntmachung, dass sein Kontrakt vorzeitig um ein Jahr ausgedehnt wurde, ist nur ein kleiner Vertrauenvorschuss, denn der Deal war bereits im März ausgehandelt worden.

Seitdem hat der unbefriedigende Saison-Endspurt mit dem Achtelfinal-K.o. in der Champions League und dem verlorenen Pokalfinale zu erheblichen Verstimmungen beim schwerreichen Club aus der Hauptstadt geführt.

"Ich bin überzeugt, dass das Beste für unseren Club noch kommt", erklärte der einstige Trainer von Mainz 05 und Borussia Dortmund. Vorgänger Unai Emery musste im vergangenen Jahr trotz des Frankreich-Triples (Meisterschaft, Pokal, Liga-Pokal) gehen. Für die Geldgeber aus Katar zählt in erster Linie die Champions League.

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Das Verhältnis zwischen Tuchel und Sportdirektor Henrique ist angespannt

Tuchel weiß, dass eine Steigerung nach fünf Niederlagen aus den letzten neun Saisonspielen nötig ist. "Um es nächstes Jahr besser zu machen, müssen wir konzentrierter und strikter sein, zusammenarbeiten und den Geist wiederfinden, den wir am Anfang der Saison hatten", sagte Tuchel.

Mit 14 Siegen war sein Team gestartet und hatte damit einen Rekord in der Ligue 1 aufgestellt. Dass PSG aber trotz eines 2:0-Sieges bei Manchester United in der Königsklasse noch ausschied und auch das Pokalfinale gegen Außenseiter Stade Rennes verlor, wurde dem Coach angelastet.

Dazu gilt das Verhältnis zwischen dem 45-Jährigen und Sportdirektor Antonio Henrique als angespannt.

Unterstützung erhielt Tuchel aus der Mannschaft, etwa von Marquinhos. "Ich habe in sechs Jahren vier Trainer (Anm.: es waren drei) und vier Sportdirektoren erlebt. Nun braucht es Stabilität und Kontinuität, wie es in großen Clubs so funktioniert. Man muss Tuchel die Zeit geben", sagte der Brasilianer, der mit seinen Landsmännern Neymar, Dani Alves und Thiago Silva dem Tuchel-Lager zugerechnet wird.

Gegen Vereinschef Al-Khelaifi läuft ein Ermittlungsverfahren

Auch Vereinschef Nasser Al-Khelaifi gilt als Anhänger von Tuchel. "Seit einem Jahr bringt Thomas täglich eine fantastische Energie nicht nur zu den Spielern mit, sondern in den gesamten Club", erklärte Al-Khelaifi. Der mächtige Mann aus Katar hat aktuell selbst Probleme.

Erst am Donnerstag hatte die Pariser Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass sie wegen des Vorwurfs der "aktiven Korruption" ein Ermittlungsverfahren gegen Al-Khelaifi, der auch Chef der katarischen Sendergruppe beIN ist, eröffnet hat.

Dabei gehe es um Dohas Bewerbungen für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 und 2019. Seine Anwälte erklärten, Al-Khelaifi habe nichts damit zu tun gehabt, eine fragliche Zahlung freizugeben. (dpa)

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