Newsticker

USA: Fünf Millionen gemeldete Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Düsseldorf trennt sich von Funkel: Heute gefeiert, morgen gefeuert

Fortuna Düsseldorf

29.01.2020

Düsseldorf trennt sich von Funkel: Heute gefeiert, morgen gefeuert

Friedhelm Funkel ist als Trainer von Fortuna Düsseldorf entlassen worden.
Bild: Bernd Thissen, dpa

Bei allzu viel Lob im Job sollte man hellhörig sein. Das hat nun auch der Trainer von Fortuna Düsseldorf, Friedhelm Funkel, gemerkt.

Es ist doch immer wieder schön zu hören, dass man Rückendeckung bekommt. Dass die Verantwortlichen hinter einem stehen. Was immer da auch kommen mag. Friedhelm Funkel dürfte das zuletzt auch wieder vermehrt gehört haben. Vielleicht sogar letztmals am Dienstagabend, als er in Düsseldorf noch zum „Trainer des Jahres“ gekürt worden war. Wenige Stunden später war er seinen Job los. Am Mittwochmorgen entlassen wegen Erfolglosigkeit.

"Hire and fire" gibt es in Sport und Politik häufig

Ähnlich war es auch bei Dirk Schuster. 2016 noch hatten ihm das Fachmagazin Kicker und weitere Sportjournalisten herausragende Arbeit beim SV Darmstadt bescheinigt und ihn zum „Trainer des Jahres“ gewählt. Nach seinem Wechsel zum FC Augsburg aber war nach 166 Tagen schon wieder Schluss. Bei Norbert Röttgen ging es zwar nicht so schnell, die Konsequenz aber war die gleiche. Erst war er hochgelobter Hoffnungsträger der CDU, dann Umweltminister, ehe er nach einer Wahlschlappe 2012 in Nordrhein-Westfalen von Kanzlerin Angela Merkel des Amtes enthoben wurde. Nirgends ist man sicher. Schon gar nicht, wenn die Lorbeeren von Donald Trump kommen. Heute noch die Hand des US-Präsidenten auf der Schulter, morgen schon entlassen. Hire and fire in seiner reinsten Form.

Lob und Ehre können ein Beschleuniger bei Kündigungen sein

Oftmals ist es trotz öffentlicher Beteuerungen mit Rückendeckung für wichtige Amtsträger nicht weit her. Funkel, mit 66 Jahren ein alter Haudegen der Bundesliga, weiß das. Dass er allerdings noch öffentlich gefeiert wird, während intern seine Entlassung bereits beschlossen war, gibt dem ganzen eine ganz besondere Note. Merke: Allzu viel Lob und Ehre schützen vor Entlassung nicht. Sie können gar ein Beschleuniger sein.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren