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Fußball

17.09.2011

EM-Qualifikation: DFB-Frauen schlagen Schweiz 4:1

Deutschlands um Fatmire Bajramaj bejubeln einen gelungen Neuanfang gegen die Schweiz.
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Deutschlands um Fatmire Bajramaj bejubeln einen gelungen Neuanfang gegen die Schweiz. dpa

Im ersten Länderspiel nach dem WM-Debakel haben die deutschen Fußball-Frauen gegen bestenfalls drittklassige Schweizerinnen einen ungefährdeten 4:1 (1:0)-Sieg eingefahren.

Zum Auftakt der Qualifikationsrunde für die Europameisterschaft 2013 war die Elf von Bundestrainerin Silvia Neid dem Fußballzwerg in allen Belangen überlegen und hätte mit ein bisschen mehr Geschick im Abschluss auch noch höher gewinnen können.

Vor der tristen Kulisse von nur 6632 Zuschauern in der gähnend leeren Augsburger Bundesliga-Arena schossen Fatmire Bajramaj (32./66. Minute), Linda Bresonik (73.) und Martina Müller (80.) die DFB-Frauen in eine gute Ausgangsposition auf dem Weg zur EM nach Schweden. "Wir haben uns gegen den schwersten Gruppengegner viele Chancen herausgespielt und sind deshalb zufrieden. Einziger Makel war, dass wir viele dieser Chancen nicht genutzt haben", resümierte Neid. Doppel-Torschützin Bajramaj, bei der WM noch Ersatzspielerin, überzeugte diesmal als Spielmacherin und beteuerte: "Das war eine gute Leistung. Ich weiß aber, dass da noch mehr geht."

Neben der Schweiz sind Rumänien, Kasachstan, Spanien und die Türkei in den kommenden Monaten weitere deutsche Gegner. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich automatisch für das Turnier in zwei Jahren. Deutschland gilt angesichts der schwachen Konkurrenz als haushoher Favorit und unterstrich diese Rolle auch. Einziger Wermutstropfen war der Gegentreffer durch Ramona Bachmann (68.).

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Die Schweizer Elf beeindruckte ansonsten allenfalls durch ihre löchrige Defensive, die von Bajramaj und Co. immer wieder überrannt wurde. 69 Tage nach dem bitteren Viertelfinal-K.o. bei der Heim-WM benötigte Neids Mannschaft ohne die zurückgetretene Birgit Prinz allerdings rund eine Viertelstunde Anlauf. "Es war eine Verunsicherung zu spüren", sagte Torhüterin Nadine Angerer. Mit sieben Spielerinnen, die auch am 9. Juni beim 0:1 gegen Japan in der Startelf gestanden hatten, kam Deutschland gegen tief stehende Schweizerinnen erst mit Verspätung ins Spiel und zu Torchancen.

Nach 16 Minuten führte die erste gelungene Kombination zur ersten Möglichkeit - Rechtsverteidigerin Sandra Betschart klärte Melanie Behringers Abschluss aber mit großem Einsatz gerade noch vor der Linie. Auch zahlreiche weitere Versuche von Alexandra Popp (19.), der Neu-Frankfurterin Bajramaj (24./30.) und Annike Krahn (29.) blieben ungenutzt - erst nach 32 Minuten hatte die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes die bemitleidenswerte Torfrau Marisa Brunner endlich überwunden. Nach einem katastrophalen Abspielfehler in der Schweizer Defensive bediente Behringer die freistehende Bajramaj am Strafraum, die zu ihrem neunten Länderspieltreffer einschoss.

DFB-Spielführerin Angerer, die nach den Rücktritten von Ex-Kapitän Prinz, Kerstin Garefrekes, Ursula Holl und Ariane Hingst von Neid die Kapitänsbinde erhalten hatte, bekam in ihrem 103. Länderspiel fast gar nichts zu tun. Auf der Gegenseite vergab Behringer (64./65.) noch zweimal, ehe Bajramaj mit einem Kullerball zum 2:0 traf. Spätestens nach dem 3:1 durch die Duisburgerin Bresonik war die Partie entschieden. (dpa)

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