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25.03.2020

Ecclestone: Schumacher wäre als Teamchef 1. Klasse

Bernie Ecclestone wünscht ihn sich eines Tages als Teamchef.

Kategorisch ausschließen will aber auch kaum jemand, dass Michael Schumacher seine "silberne Hochzeit" mit der Formel 1 ebenfalls noch als Fahrer feiern könnte.

"Das entscheidet alleine er", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor Schumachers 20-Jährigem in der Königsklasse. "Ich kann nicht sehen, dass Michael die Formel 1 verlässt, außer wenn er wirklich glaubt, dass das Team nicht wettbewerbsfähig ist und er denkt, dass es Zeit ist zurückzutreten", sagte Formel-1-Zampano Ecclestone der Nachrichtenagentur dpa.

Der 80-Jährige hat aber schon eine Wunschvorstellung für "Schumis" Zeit nach dem zweiten Rücktritt. "Er sollte ein Formel-1-Team führen", sagte Ecclestone. "Mit seiner Erfahrung und seinem Talent wäre er erste Klasse." Sieben WM-Titel, 91 Siege, 68 Pole Positionen belegen eindrucksvoll Ecclestones Worte.

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Aber schafft Schumacher, mittlerweile 42 Jahre alt, auch noch das achte Weltmeister-Wunder? "Das fahrerische Potenzial dafür hat er bestimmt, dieses hat er in der laufenden Saison ja schon einige Male bewiesen", sagte sein Bruder Ralf. "Wenn Michael lang genug in der Formel 1 bleibt, das Rennfahrer-Feuer weiter in ihm brennt, und das Team die Leistung immer weiter steigern kann, um zu den führenden Teams aufzuschließen, dann sollte er die Möglichkeit für einen achten Titel haben", meinte Ex-Rivale Mika Häkkinnen, der 1998 und 1999 die WM gewonnen hatte - bevor Schumacher mit Ferrari zur bislang einzigartigen Serie von fünf Titeln in Serie ausholte.

An diesem Donnerstag wird Schumacher im Fahrerlager in Spa-Francorchamps, seinem "Wohnzimmer", die Glückwünsche für seinen Ehrentag entgegennehmen. Am 25. August 1991 hatte er dort für Jordan sein Formel-1-Debüt gegeben. Ein Jahr später gewann Schumacher dort sein erstes Rennen. 90 weitere folgten, der letzte liegt allerdings fast fünf Jahre (Oktober 2006) zurück.

Bei Mercedes schaffte er es in den bisherigen 30 Rennen seit seiner Rückkehr nicht einmal bis auf das Podest. Dennoch betont Mercedes-Teamchef Ross Brawn: "Michael ist ein großartiger Fahrer, was zudem nicht gesehen wird, ist seine Arbeit mit dem Team hinter den Kulissen, die ihn zum mehrmaligen Weltmeister gemacht hat."

Für Brawn, der an allen sieben WM-Triumphen Schumachers bei Benetton (2) und Ferrari (5) maßgeblichen Anteil hatte, ist klar, dass Formel-1-Wohl und -Wehe des Kerpeners vom seinem Rennwagen abhängen. "Wenn wir ihm ein Auto geben mit dem Potenzial, um die WM zu fahren, dann habe ich keine Zweifel, dass er in der Lage ist, seinen achten Titel zu gewinnen", betonte Brawn. Gleichwohl zeigt ein Blick auf die bisherige interne Bilanz, dass sich Schumacher erstmals in seiner Karriere meist seinem Teamkollegen (Nico Rosberg) geschlagen geben muss.

Dennoch will Schumacher wieder richtig durchstarten. An diesem Mittwoch gönnt er sich zum 50-Jährigen der Kartbahn in Kerpen-Manheim ein paar Showrunden zusammen mit Kumpel und Weltmeister Sebastian Vettel. Nach dem Jahrestag will Schumacher dann am Sonntag im Rennen ein "Ausrufezeichen" setzen. Ein Fragezeichen wird indes noch lange bleiben, ob er womöglich auch sein 25-Jähriges in der Formel 1 feiern wird. "Bei Michael kann man nie nie sagen...", meinte seine Managerin Sabine Kehm. (dpa)

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